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Indische Riesengottesanbeterin: Lebensraum, Pflege & Haltung

Indische Riesengottesanbeterin: Lebensraum, Pflege & Haltung

Wegen ihrer Robustheit ist die Indische Riesengottesanbeterin ein beliebtes Terrarientier, welches sich auch für Anfänger/innen eignet. Wer überlegt, ein solches Insekt zu halten, sollte sich jedoch nichtsdestotrotz gut mit dessen Bedürfnissen auskennen. Hier erfahren Sie, worauf es bei der Indischen-Riesengottesanbeterin-Haltung ankommt.

Indische Riesengottesanbeterin: Lebensraum & Merkmale

Bei der Indischen Riesengottesanbeterin (Hierodula membranacea), die auch als Indische Gottesanbeterin bezeichnet wird, handelt es sich um eine Fangschrecke aus der Familie Mantidae und der Gattung Hierodula. Der Lebensraum der Indischen Riesengottesanbeterin geht weit über das namensgebende Indien hinaus; sie ist in weiten Teilen von Süd-, Ost- und Südostasien anzutreffen. Zu den Herkunftsländern der Indischen Riesengottesanbeterin zählen neben Indien unter anderem Sri Lanka, das südliche China, Nepal, Thailand, Kambodscha, Myanmar, Vietnam, Bangladesch, Indonesien und Nepal.

Indische Riesengottesanbeterinnen sind zumeist grün oder bräunlich gefärbt. Auch gelbliche und rötliche Töne sind möglich. Die Größe von Indischen Riesengottesanbeterinnen hängt vom Geschlecht ab. Weibchen werden größer als Männchen; sie können bis zu zehn Zentimeter lang werden, Männchen bis 7,5 Zentimeter.

Männchen lassen sich an ihren acht Segmenten des Abdomens erkennen, Weibchen haben nur sechs. Außerdem sind Männchen etwas schlanker und ihre Flügel ragen über den Körper hinaus. Weibchen haben hingegen kürzere Flügel.

Indische Riesengottesanbeterinnen sind Lauerjäger/innen. Sie verbringen viel Zeit in Ästen und Sträuchern und warten dort gut getarnt auf Beutetiere, wobei sie nicht wählerisch sind: Was ins Maul passt, wird gefressen. Zumeist sind das Insekten. Indische Riesengottesanbeterinnen gelten als aggressiv. Ihre Lebenserwartung liegt oft bei bis zu zehn Monaten, sie können aber auch älter als ein Jahr werden.

Indische Riesengottesanbeterin halten: Was dabei wichtig ist

Indische Riesengottesanbeterinnen gelten als gut geeignet auch für Anfänger/innen: Sie sind vergleichsweise robust und pflegeleicht und verzeihen Haltungsfehler leichter als viele andere Terrarientiere. Auch deshalb zählen Indische Riesengottesanbeterinnen zu den am häufigsten im Terrarium gehaltenen Tieren.

Wenn Sie über die Haltung von Indischen Riesengottesanbeterinnen nachdenken, stellt sich die Frage, wie viele Tiere man gemeinsam halten kann beziehungsweise halten sollte. In freier Wildbahn sind Indische Riesengottesanbeterinnen Einzelgänger/innen, die nur zur Paarung auf Artgenoss/innen treffen. Eine Gruppenhaltung ist bei Jungtieren noch möglich, eignet sich bei älteren Indischen Riesengottesanbeterinnen ab den Entwicklungsstadien L3 oder L4 aber nicht mehr.

Indische Riesengottesanbeterinnen neigen zu Kannibalismus; bei der Paarung wird das Männchen zumeist aufgefressen – oft noch währenddessen. Überlebt das Männchen den Akt, flieht es anschließend rasch, um nicht doch noch zur Beute des Weibchens zu werden.

Ernährung: Was fressen Indische Riesengottesanbeterinnen?

Was Futter angeht, sind Indische Riesengottesanbeterinnen unproblematisch. Sie fressen in der Regel alles, was sich eignet. Das betrifft Beutetiere, die bis zu zwei Drittel der eigenen Körperlänge einer Indischen Riesengottesanbeterin ausmachen. Abhängig vom Entwicklungsstadium eignen sich zur Fütterung von Indischen Riesengottesanbeterinnen zum Beispiel Fruchtfliegen und andere Fliegen, Grillen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken und Ofenfischchen. Sie können eine lange Pinzette nutzen, um Futtertiere anzureichen.

Zwar gelten Indische Riesengottesanbeterinnen als recht aggressiv, ihr Biss tut Menschen allerdings kaum weh. Sie greifen ohnehin nur an, wenn sie sich in die Enge gedrängt und stark gestresst fühlen. Das können Sie durch einen behutsamen Umgang mit den Tieren vermeiden. Nehmen Sie die Mantiden außerdem nicht unnötig auf die Hand – schon wegen der Verletzungsgefahr, die davon für die Indische Riesengottesanbeterin ausgeht, ist ein Hochnehmen keine gute Idee.

Zu einer guten Pflege von Indischen Riesengottesanbeterinnen gehört auch eine gründliche Hygiene. Entfernen Sie täglich Häutungsreste, Kot und Eier und machen Sie das Terrarium der Indischen Riesengottesanbeterin regelmäßig komplett sauber.

Das richtige Terrarium für eine Indische Riesengottesanbeterin

Indische Riesengottesanbeterinnen können Sie in einem Terrarium halten, und zwar am besten einzeln. Weil Indische Riesengottesanbeterinnen Lauerjäger/innen sind, die oft lange Zeit regungslos in einer Position verharren, muss das Terrarium nicht sonderlich groß sein. Für ein Tier reicht im Minimalfall ein Terrarium mit den Maßen 20x40x20 Zentimeter, wobei es gerne größer sein darf. Falls Sie mehrere Tiere in einem Terrarium halten, sollten Sie für jedes zusätzliche Tier ein Viertel der Grundfläche aufschlagen.

Terrarien aus Glas kommen ebenso infrage wie Kunststoffterrarien. Beide Materialien lassen sich leicht reinigen, allerdings sollten Sie bedenken, dass mindestens der Deckel aus Gaze sein sollte, damit frische Luft ins Terrarium kommt. Das ist bei Glasterrarien meist nicht vorgesehen. Eine ausreichende Belüftung beugt der Entwicklung von Keimen vor, die Indischen Riesengottesanbeterinnen schaden können.

Indische-Riesengottesanbeterinnen-Terrarium: Klimatische Bedingungen & Ausstattung

Indische Riesengottesanbeterinnen brauchen tagsüber Temperaturen zwischen 22 und 30 Grad Celsius; nachts reicht Zimmertemperatur um die 18 Grad Celsius aus. Eine Wärmelampe oder Heizmatte helfen Ihnen dabei, die passenden Bedingungen im Terrarium zu schaffen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50 und 70 Prozent liegen. Sprühen Sie dafür regelmäßig und kontrollieren Sie die Werte ebenso wie die Lufttemperatur mit passenden Instrumenten.

Indische Riesengottesanbeterinnen halten sich gerne in der Höhe auf. Sie hängen im Terrarium oft von der Decke, wofür Gaze ebenfalls sehr nützlich ist, weil sich die Insekten daran festhalten können. Zum Klettern eignen sich auch Äste und Rindenstücke, die den Gottesanbeterinnen auch als Versteck dienen können. Sie können für das Terrarium echte oder künstliche Pflanzen nutzen. Geeignet sind etwa ungiftige rankende Pflanzen.

Stellen Sie der Indischen Riesengottesanbeterin außerdem einen Wassernapf hin. Als Bodengrund kommen Stoffe wie Erde, Sand, Humus, Torf oder Kies infrage. Da sich Indische Riesengottesanbeterinnen ohnehin kaum auf dem Boden aufhalten, können Sie aus Gründen der leichteren Reinigung auch einfach Küchenpapier auslegen.

Indische Riesengottesanbeterinnen frei im Zimmer halten

Es ist sogar möglich, die Tiere frei im Zimmer herumlaufen zu lassen. Das ist allerdings nur sinnvoll, wenn Sie sich mit der Haltung solcher oder ähnlicher Tiere schon auskennen und damit für Anfänger/innen weniger empfehlenswert. Die Zimmerhaltung von Indischen Riesengottesanbeterinnen ist komplexer als die Terrarium-Haltung, weil Sie trotz des wesentlich größeren Raums für die passenden klimatischen Bedingungen sorgen müssen.

Sie brauchen für die Haltung von Indischen Riesengottesanbeterinnen im Zimmer eine geeignete Pflanze, etwa einen Ficus oder eine Dreimastblume. Es ist bei einer Pflege von Indischen Riesengottesanbeterinnen im Zimmer sinnvoll, einen Spotstrahler auf die Pflanze zu richten.

Falls Sie darüber nachdenken, eine Indische Riesengottesanbeterin frei im Zimmer zu halten, sollten Sie dafür kein Männchen nehmen – sie fliegen deutlich mehr herum als Weibchen. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass das Tier nicht aus dem Zimmer entweichen kann, etwa durch Fliegenschutzgitter an den Fenstern und verschlossene Türen.

Indische Riesengottesanbeterin: Kosten & Kauf

Indische Riesengottesanbeterinnen sind nicht besonders teuer. Je nachdem, wo Sie das Tier kaufen, können Sie sich auf Kosten zwischen fünf und 20 Euro pro Insekt einstellen. Sinnvoll ist ein Kauf direkt bei Züchter/innen, weil ein für die Tiere stressiger Zwischentransport damit entfällt und Sie sich vor Ort einen Überblick über die Aufzuchtbedingungen verschaffen können. Alternativ können Sie Indische Riesengottesanbeterinnen auch im Zoofachgeschäft kaufen oder bei Versandhändler/innen für Reptilien online bestellen.