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Leguane: Arten, Lebensraum & Haltung

Leguane: Arten, Lebensraum & Haltung

Auf der Liste der beliebtesten Terrarien-Tiere sind Leguane ganz vorne dabei. Viele Leguanarten sind vergleichsweise unkompliziert in der Haltung und eignen sich daher auch für Anfänger/innen. Hier erfahren Sie, was rund um die Haltung von Leguanen als Haustiere wichtig ist.

Leguanarten und Lebensraum

Leguane (Iguanidae) sind eine Familie innerhalb der Gruppe der Schuppenkriechtiere. Es werden elf Leguan-Gattungen unterschieden. Zu den Leguanarten gehören unter anderem:

  • Halsbandleguan (Crotaphytus collaris)
  • Stachelleguan (Sceloporus)
  • Grüner Leguan (Iguana iguana)
  • Bunter Maskenleguan (Leiocapahlus personatus)
  • Blauer Leguan (Cyclura lewisi)
  • Schwarzer Leguan (Ctenosaura similis)
  • Leopardleguan (Gambelia wislizenii)
  • Wüstenleguan (Dipsosaurus dorsalis)
  • Nashornleguan (Cyclura cornuta)

Der Leguan-Lebensraum erstreckt sich über ein großes geografisches Gebiet: Er reicht von Südamerika bis in den Süden Nordamerikas. Auch auf den Fidschi-Inseln, den Galapagosinseln und in der Karibik sind Leguanarten beheimatet. Je nach Lebensraum leben Leguane im Regenwald und in anderen Wäldern, in Wüsten, im Tiefland und in Sümpfen. Es gibt auf den Galapagosinseln auch Meeresleguane.

Merkmale von Leguanen

In ihrer Erscheinung sind die verschiedenen Leguanarten zum Teil sehr unterschiedlich. So gibt es etwa Leguane, die eine Körperlänge von 15 Zentimetern aufweisen, ebenso wie Leguane, die bis zu zwei Meter lang werden können.

Auch farblich gibt es Unterschiede: Manche Leguane sind leuchtend grün, andere eher gräulich-braun. Manche haben auch mehrere Farben, zum Beispiel Gelb und Türkis. Typisch für Leguane ist ihr schuppiger Körper. Manche Leguanarten können ihre Farbe je nach Stimmung und Temperatur verändern.

Auf den Köpfen der Tiere finden sich häufig Schuppenkämme oder Kehlwammen, wobei diese bei Männchen stärker ausgeprägt sind als bei Weibchen. Charakteristisch für Leguane ist ihr langer Schwanz, der meist länger ist als der Rumpf. Er dient zum Klettern und wird bei Kämpfen mit Artgenossen eingesetzt.

Die Lebenserwartung von Leguanen kann bei guter Pflege bei 15 bis 20 Jahren liegen.

Leguane als Haustier halten: Tipps

Wenn Sie Leguane halten möchten, sollten Sie sich im Vorfeld intensiv mit den Haltungsbedingungen der jeweiligen Leguanart auseinandersetzen. Erwarten Sie nicht, dass Sie in Zoofachgeschäften umfassend beraten werden. Informieren Sie sich darüber, was nötig ist, damit Leguane bei Ihnen zuhause gesund und stressfrei leben können.

Eignen sich Leguane für Anfänger/innen? Vielfach werden sie für Einsteiger/innen empfohlen, es kommt jedoch auf die Leguanart an. Manche Leguane sind vergleichsweise pflegeleicht, es gibt jedoch auch Arten, die Haltungsfehler weniger verzeihen. Wenn die Terraristik Neuland für Sie ist, können sich Halsbandleguane, Maskenleguane oder Stachelleguane als Leguane für zuhause eignen.

Bei den Haltungsbedingungen kommt es auf die Bedürfnisse der jeweiligen Art an. Das gilt auch für die optimale Zahl an Tieren. Viele Leguane leben in Sozialverbänden und sollten deshalb nicht alleine gehalten werden. Hier kommt eine Paarhaltung oder die Kombination von zwei Weibchen und einem Männchen infrage. Mehrere Männchen sollten Sie allerdings nicht zusammen ins Terrarium setzen, weil die Tiere sehr territorial sind und miteinander kämpfen würden. Manche Leguane sind Einzelgänger/innen und fühlen sich wohler, wenn sie alleine im Terrarium sind.

Das ist bei der Ernährung von Leguanen wichtig

Auch in puncto Ernährung gibt es Unterschiede zwischen den Leguanarten. Manche Arten leben vorwiegend vegetarisch und sollten nur wenig tierische Kost bekommen. Stattdessen können Sie Gemüse, Pflanzen, Obst und Blattgrün verfüttern. Eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung beugt Mangelerscheinungen vor. Aus demselben Grund ist es sinnvoll, Vitamin- und Nährstoffpräparate zu geben.

Generell ist es so, dass Jungtiere noch vergleichsweise viel tierisches Protein brauchen. Bei älteren Leguanen nimmt der Bedarf immer weiter ab, so dass die Kost pflanzlich sein sollte. Informieren Sie sich, welche Ernährung für Ihre Leguanart und das Entwicklungsstadium des Tieres die beste ist.

Leguane brauchen im Terrarium frisches Trinkwasser, welches Sie jeden Tag wechseln sollten. Entfernen Sie auch Kot und Futterreste täglich und achten Sie generell auf eine gute Hygiene, um Krankheiten vorzubeugen.

Leguane für zuhause: Terrarium und Haltungsbedingungen

Wenn Sie Leguane als Haustier halten möchten, brauchen Sie ein passendes Terrarium. Es sollte möglichst großzügig sein. Ein kleines Terrarium bedeutet Stress für die Tiere und kann ihrem Wohlbefinden im Weg stehen. Für ein Paar sollten Sie mindestens mit 2,50×1,50×2,00 Metern rechnen, besser mehr.

Auch das Klima im Leguan-Terrarium muss zu den Bedürfnissen der Tiere passen. Es sollte verschiedene Temperaturbereiche im Terrarium geben. Die Temperatur kann tagsüber zwischen 25 und 35 Grad Celsius schwanken, auf Sonnenplätzen können es auch 40 Grad Celsius sein. Nachts sollte es mit 22 bis 24 Grad Celsius etwas kühler sein. Das Wasserbecken sollte Temperaturen von 28 bis 30 Grad Celsius aufweisen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber zwischen 60 und 80 Prozent betragen, nachts etwa 75 bis 90 Prozent. Das erreichen Sie über regelmäßiges Sprühen oder eine Beregnungsanlage. Überprüfen Sie die klimatischen Werte mit Messgeräten.

Ebenfalls wichtig sind eine gute Luftzirkulation im Terrarium und eine passende Beleuchtung mit einer Wärmelampe, die einen hohen UV-B-Anteil aufweisen sollte.

Damit sich Ihre Leguane bei Ihnen wohlfühlen, sollten Sie das Terrarium so ausstatten, wie es für die jeweilige Art sinnvoll ist. Nutzen Sie Äste, Steine und andere Klettermöglichkeiten und sorgen Sie für Versteckmöglichkeiten. Auch echte und künstliche Pflanzen wie Yucca-Palmen können als Sichtschutz und damit als Verstecke dienen. Strukturierte Rückwände helfen Ihnen, den Platz im Terrarium noch besser zu nutzen. Welcher Untergrund die beste Wahl ist, hängt wiederum von der Leguanart und ihrem natürlichen Lebensraum ab. Geeignet ist etwa normale Erde.

Leguan kaufen: Woher bekommt man Leguane und was kosten sie?

Leguane können Sie bei seriösen Züchter/innen, Auffangstationen, im Zoofachhandel oder von Privatpersonen, die ihre Tiere abgeben, kaufen. Achten Sie beim Kauf der Reptilien auf gute Haltungsbedingungen. Es sollte alles sauber sein und die Tiere sollten genügend Platz haben. Kaufen Sie nur Leguane, die aktiv und vital wirken. Haben die Tiere hingegen offensichtliche Verletzungen, verkrustete Augen, sind unterernährt oder wirken apathisch, sollten Sie von einem Kauf Abstand nehmen.

Was ein Leguan kostet, hängt davon ab, um was für eine Leguanart es sich handelt, woher Sie das Tier beziehen und wie alt es ist. Jungtiere sind günstiger als ausgewachsene Leguane; sie kosten von Züchter/innen ab etwa 50 Euro pro Tier.

Die Kosten für das Terrarium und seine Ausstattung sind meist weitaus teurer als die Tiere selbst. Hierfür können Sie nochmal mit bis zu 1.000 Euro rechnen. Denken Sie bei Ihren Überlegungen auch an laufende Kosten. Für einen entsprechend erhöhten Strombedarf und das Futter für die Leguane sollten Sie etwa 100 Euro pro Monat einkalkulieren.