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Taggecko: Arten, Lebensraum & Haltung

Taggecko: Arten, Lebensraum & Haltung

Mit ihrem leuchtenden Grün fallen Taggeckos sofort ins Auge. Kein Wunder, dass die farbenfrohen Exoten es so mancher/m Terrarianer/in angetan haben. Hier erfahren Sie mehr über Arten, Lebensraum und Anforderungen bei der Haltung von Taggeckos.

Welche Taggecko-Arten gibt es?

Zu den Taggeckos im engeren Sinn zählen Gecko-Arten der Gattung Phelsuma. Im weiteren Sinn versteht man darunter auch Exemplare anderer tagaktiver Gecko-Arten. Das betrifft Zwergtaggeckos der Gattung Lygodactylus sowie Tiere der Gattungen Gonatodes und Sphaerodactylus.

Zu den Phelsumen gehören mehr als 50 Arten, hinzu kommen rund 60 Lygodactylus-Arten, 17 Gonatodes-Arten und fast 100 Sphaerodactylus-Arten.

Zu den beliebtesten und bekanntesten Vertretern der Phelsumen gehören der große Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis grandis) und der Goldstaub-Taggecko (Phelsuma laticauda), der wirkt, als sei er mit Goldstaub bepudert worden.

Weitere Taggecko-Arten der Gattung Phelsuma sind unter anderem:

  • Phelsuma dubia (Palmen-Taggecko)
  • Phelsuma quadriocellata (Pfauenaugen-Taggecko, auch Augenfleck-Taggecko)
  • Phelsuma abbotti abbotti
  • Phelsuma klemmeri
  • Phelsuma robertmertensi
  • Phelsuma ornata
  • Phelsuma cepediana

Taggeckos eint ihre grüne Farbe, deren Spektrum je nach Art von grellen bis zu dezenten, ins Gräuliche gehenden Farbtönen reichen kann. Mitunter haben Phelsumen auch Farbtupfer oder bunte Muster. In ihrer Größe unterscheiden sich die verschiedenen Taggecko-Arten relativ stark voneinander. Manche Arten bleiben mit einer maximalen Länge von etwa neun Zentimetern klein, wohingegen der Madagaskar-Taggecko bis zu 30 Zentimeter lang werden kann.

Taggecko: Lebensraum und Merkmale

Taggeckos sind Baumbewohner, die im Regenwald und anderen Waldgebieten zuhause sind. Ihr natürlicher Lebensraum sind Inseln im Indischen Ozean. Vor allem auf Madagaskar sind sie weit verbreitet. Von dort aus könnten sie sich auf anderen Inseln ausgebreitet haben. Phelsumen kommen unter anderem auch auf den Seychellen, Komoren, Mauritius, Andamanen, Maskarenen und in Südostafrika vor. Inzwischen gibt es auch Populationen in Florida und auf Hawaii.

In ihrer Heimat sind Taggeckos durch die Abholzung von Wäldern und den Einsatz von Insektiziden stark bedroht. Auch eingeschleppte fremde Arten setzen den Populationen zu. Deshalb sind Taggeckos streng geschützt und werden in Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgeführt.

Anders als viele andere Geckos sind Taggeckos tagaktiv, wodurch auch ihre Bezeichnung zustande kommt. Eine Ausnahme bildet die Art Phelsuma guentheri. Dank der Haftlamellen an ihren Füßen können Taggeckos ausgezeichnet klettern und sich auch an glatten Oberflächen festhalten. Die Lebenserwartung von Phelsumen hängt von der jeweiligen Taggecko-Art ab. Madagaskar-Taggeckos können bei guter Haltung bis zu 20 Jahre alt werden, Goldstaub-Taggeckos werden meist zwischen sieben und zehn Jahre alt.

Das ist bei der Taggecko-Haltung wichtig

Wer überlegt, sich einen oder mehrere Phelsumen ins Haus zu holen, sollte sich gut über die Bedürfnisse der jeweiligen Taggecko-Art informieren. Dabei sollte auch kritisch hinterfragt werden, ob man den nötigen Sachverstand und die Erfahrung für die Haltung dieser Tiere mitbringt. Viele Phelsumen-Arten sind relativ anspruchsvoll und können schwierig zu pflegen sein, weshalb sich viele Taggeckos für Anfänger/innen eher nicht eignen. Ausnahmen bilden die beliebten Taggecko-Arten Madagaskar-Taggecko und Goldstaub-Taggecko, die auch in den Händen von gut informierten Anfänger/innen gut aufgehoben sein können.

Vor der Anschaffung stellt sich die Frage, ob man einen Taggecko alleine halten möchte oder mehrere Taggeckos zusammen in einem Terrarium leben sollen. Eine Einzelhaltung ist möglich; die meisten Arten kann man alternativ auch gut paarweise halten. Dabei sollten Männchen und Weibchen zusammenleben.

Mehrere Männchen zusammen zu halten ist nicht empfehlenswert, weil sie oft aggressiv untereinander sind. Dasselbe gilt für Weibchen, deren Zusammenleben ebenfalls oft wenig harmonisch ist. Generell empfiehlt sich eine frühzeitige Vergesellschaftung, wenn mehr als ein Tier gehalten werden soll. Sind Taggeckos einmal in ihrem neuen Zuhause angekommen, akzeptieren sie neue Mitbewohner meist weniger gut.

Passende Nahrung für Ihren Taggecko

Wie gut es Ihren Taggeckos geht, hängt neben den Haltungsbedingungen auch von der Ernährung ab. Mangelernährung ist eine häufige Ursache für Krankheiten. Geeignete Futtertiere sind je nach Taggecko-Art Grillen, Heimchen, Fliegen, Wachsmotten, Heuschrecken und vereinzelt Mehlwürmer. Die Größe des Tieres ist der Maßstab dafür, welche Futtertiere eine gute Wahl sind. Die Futtertiere sollten vor dem Verfüttern mit einem Mineralstoffpräparat bestäubt werden, um ihren Nährstoffgehalt zu erhöhen.

Ergänzend können Sie Ihre Phelsumen von Zeit zu Zeit mit Obstbrei oder reifen Tropenfrüchten füttern. Zum Trinken sollten die Geckos immer eine Schale mit frischem Wasser im Terrarium vorfinden.

Beim Umgang mit Taggeckos sollten Sie vorsichtig sein. Die Tiere haben eine empfindliche Haut, was entsprechend sorgsame Berührungen notwendig macht, falls Sie die Tiere überhaupt anfassen müssen.

Taggecko: Welches Terrarium eignet sich?

Bevor Ihr(e) Taggecko(s) einziehen können, sollten Sie das Taggecko-Terrarium vorbereitet haben. Beim Kauf eines Terrariums sollten Sie Wert auf möglichst großzügige Maße legen. Welche Größe das Taggecko-Terrarium mindestens haben sollte, hängt von der Größe der Art ab. Für einen großen Madagaskar-Taggecko sollten es mindestens 100x50x120 Zentimeter sein, für kleinere Arten wie den Pfauenaugen-Taggecko reichen im Minimalfall auch 70x70x100 Zentimeter aus.

Das Terrarium sollten Sie vertikal aufstellen, damit die Baumbewohner in die Höhe klettern können. Die Einrichtung des Taggecko-Terrariums können Sie der Natur nachempfinden: Ein dichtes Laubwerk mit Pflanzen wie Bromelien, Sansevierien, Farnen, Moosen oder Ficus pumila ist gut geeignet. Äste sind essenziell, damit die Geckos klettern können. Als Bodensubstrat eignet sich Rindenmulch.

Im Terrarium sollte ein warmes Klima von etwa 25 bis 27 Grad Celsius herrschen. Die Taggeckos benötigen Sonnenplätze, an denen es zwischen 32 und 34 Grad Celsius warm sein kann. Die Luftfeuchtigkeit kann zwischen 60 und 80 Prozent schwanken, wobei es auf die Bedürfnisse der jeweiligen Art ankommt. Sie sollten mehrmals am Tag mit der Sprühflasche sprühen. Sie benötigen eine oder mehrere Wärmelampen und sollten Ihren Phelsumen damit UV-Strahlung ermöglichen, die gut für die Knochen und den Appetit ist. Außerdem sollte es im Terrarium möglichst hell sein.

Wo kann man Taggeckos kaufen und was kosten sie?

Taggeckos können Sie bei Züchter/innen, im Zoofachhandel oder in Auffangstationen kaufen. Was der Taggecko für Kosten in der Anschaffung verursacht, hängt von der Art ab. Weit verbreitete Taggecko-Arten sind tendenziell etwas günstiger, rare Arten sind entsprechend teurer. Ein Goldstaub-Taggecko kostet zum Beispiel rund 80 Euro, ein Madagaskar-Taggecko etwa 120 Euro. Für einen Gelbkopfgecko fallen etwa 100 Euro in der Anschaffung an. Adulte Tiere sind teurer als Jungtiere.

Achten Sie darauf, dass die Tiere aus guter Haltung stammen. Die Taggeckos sollten gesund und vital aussehen, außerdem sollten die Aufzuchtbedingungen artgerecht und hygienisch sein. Da Taggeckos unter Artenschutz stehen, sind fast alle Arten meldepflichtig. Der Madagaskar- und der Goldstaub-Taggecko sind lediglich nachweispflichtig.