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Schildkrötenbecken: Angebot, Auswahl und Tipps

Wer Schildkröten halten möchte, braucht ein geeignetes Schildkrötenbecken, das auch als Aquaterrarium bekannt ist. Es muss groß genug sein, damit die Schildkröte darin genügend Platz hat und sich bewegen kann. Die richtige Größe hängt nicht zuletzt von der Art des Tieres ab, das darin gehalten werden soll. Welches Angebot gibt es, wenn man ein Schildkrötenbecken kaufen möchte? Worauf sollte man beim Kauf achten? Unsere Kaufberatung hilft Ihnen weiter.

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Schildkrötenbecken: So werden sie genutzt

Wer nach einem passenden Terrarium für die Haltung von Schildkröten sucht, wird schnell feststellen, dass es dafür spezielle Schildkrötenbecken gibt. Schildkrötenbecken entsprechen in ihrer Bauweise prinzipiell Aquarien, werden wegen ihrer Nutzung in der Terraristik aber Aquaterrarien genannt.

Schildkrötenbecken sind in erster Linie für die Haltung von Wasserschildkröten gedacht. Landschildkröten können hingegen problemlos auch in anderen Terrarien, etwa Holzterrarien, gehalten werden. Aquaterrarien haben in der Regel nicht nur Platz für Wasser, sondern auch einen größeren Landteil, auf dem sich die Tiere sonnen und ausruhen können. Weibchen können die Landfläche in Schildkrötenbecken mit Landteil auch zur Eiablage nutzen. Selbst Schildkrötenweibchen, die keinen Kontakt zu Männchen haben, legen regelmäßig Eier ab. Sie sind dann unbefruchtet. Die Landfläche können die Bewohner eines Schildkrötenbeckens über Rampen oder andere rutschfeste Aufstieghilfen erreichen.

Anders als bei anderen Terrarien haben Schildkrötenbecken keinen Deckel. Dass sie oben offen sind, ist wichtig, damit Panzer und Haut der Bewohner richtig trocknen können. Krankheitserreger und Pilze können sich dann nicht so leicht einnisten und Probleme verursachen.

In einem Schildkrötenbecken können Sie verschiedene Landschaften einrichten, die in ihrem Wasseranteil schwanken können. Sie eignen sich etwa für Sumpflandschaften und Uferlandschaften. Auch ein Bachlaufterrarium können Sie darin umsetzen.

Schildkrötenbecken kaufen: Welches Angebot gibt es?

Schildkrötenbecken gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Die Form ist üblicherweise rechteckig, Sonderanfertigungen können auch eckig sein. Je nach Einsatzzweck sind Schildkrötenbecken unter anderem in diesen Größen erhältlich:

  • Schildkrötenbecken 44x81x45 Zentimeter
  • Schildkrötenbecken 80x30x25 Zentimeter
  • Schildkrötenbecken 100x40x40 Zentimeter
  • Schildkrötenbecken 120x50x40 Zentimeter
  • Schildkrötenbecken 120x60x50 Zentimeter
  • Schildkrötenbecken 200x100x60 Zentimeter

Üblicherweise sind Schildkrötenbecken aus Glas. Auch Kunststoff kann für die Seitenwände verwendet werden. Verschiedene Angebote unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ausstattung. Manche Aquaterrarien bestehen nur aus dem eigentlichen Becken, in anderen Fällen bekommen Sie das Schildkrötenbecken komplett mit allem nötigen Zubehör. Dann erhalten Sie zusätzlich etwa Innenfilter, Heizer, Beleuchtung, Deko-Teile wie Rampen und Landteile oder auch Pflegemittel.

Theoretisch können Sie auch ein reguläres Glasterrarium oder ein anderes geeignetes Terrarium als Schildkrötenbecken nutzen. Dafür müssen Sie sicherstellen, dass es absolut dicht ist. Für Landschildkröten sind Sie ohnehin nicht an Schildkrötenbecken gebunden.

Die Preise für Schildkrötenbecken schwanken je nach Hersteller, Größe, Ausstattung und Qualität zum Teil stark. Sie bekommen ein kleines Aquaterrarium ab etwa 100 Euro, für größere Schildkrötenbecken werden schnell mehrere Hundert Euro fällig.

Darauf kommt es bei einem Schildkrötenbecken an

Wenn Sie ein Schildkrötenbecken kaufen, sollten Sie auf verschiedene Kriterien achten. Ein wichtiger Faktor ist die Größe, mit dem die Füllmenge zusammenhängt. Welche Größe sich eignet, hängt von der Tierart und der Größe von erwachsenen Tieren ab. Lassen Sie sich nicht von der geringen Größe von Jungtieren blenden – aus einem kleinen Tier kann je nach Art ein stattliches Exemplar mit einer Panzerlänge von 30 Zentimetern werden. Wer beim Züchter kauft, kann in der Regel die Elterntiere begutachten – so bekommt man eine bessere Vorstellung für den Platzbedarf des ausgewachsenen Tieres.

Das Schildkrötenbecken sollte etwa drei- bis fünfmal so lang sein wie die Panzerlänge der Bewohner. Für aktive Schwimmer und bei einer Haltung von mehreren Tieren brauchen Sie mehr Platz als für ein einzelnes, wenig aktives Tier. Das Aquaterrarium sollte mindestens zweimal so breit sein wie die Panzerlänge der Schildkröte. Ab einem dritten oder vierten Tier sollten Sie nochmal zehn Prozent mehr Platz einplanen, ab dem fünften Tier 20 Prozent mehr. Grundsätzlich sollte das Schildkrötenbecken großzügig sein, damit Ihre Tiere dort möglichst artgerecht leben können. Ein Aquaterrarium für größere ausgewachsene Schildkröten sollte mindestens 120x60x60 Zentimeter messen, bei aktiven Tieren lieber 160x60x60 Zentimeter.

Es ist sinnvoll, von Anfang an ein ausreichend großes Schildkrötenbecken zu nutzen. Wenn Sie erst später umsteigen, wenn das Tier größer geworden ist, muss sich die Schildkröte umgewöhnen. Außerdem bleibt das Wasser in einem größeren Schildkrötenbecken teilweise deutlich länger sauber. Indem Sie von Anfang an das passende Schildkrötenbecken kaufen, vermeiden Sie es, dass Sie am Ende für mehrere Becken mehr Geld ausgegeben haben als für ein großes.

Weitere Kriterien beim Kauf eines Schildkrötenbeckens

Achten Sie beim Kauf eines Schildkrötenbeckens auch darauf, welche Ausstattung dabei ist. Falls das Schildkrötenbecken komplett mit allen nötigen Extras kommt, kann das für Einsteiger nützlich sein. Überlegen Sie aber, ob Sie das jeweilige Zubehör tatsächlich brauchen – und ob die Qualität mutmaßlich ausreichend für Ihre Zwecke ist. Falls es sich nicht um ein Komplett-Set handelt, müssen Sie die nötige Ausstattung wie Filter, Rückwände und Beleuchtung dazukaufen. Apropos Beleuchtung: In Ihrem Schildkrötenbecken sollten Sie UV-Leuchten nutzen, aber nicht alle Leuchten bringen diese Eigenschaft mit.

Das Aquaterrarium sollte oben offen sein. Handelsübliche Aquarienabdeckungen sind nicht geeignet, um das Tier vor äußeren Einflüssen zu schützen. Sie behindern den Luftaustausch und können zu einer Lungenentzündung führen. Zum Schutz vor Katzen, anderen Tieren oder herabfallenden Gegenständen können Sie ein Gitter nutzen. Damit beugen Sie auch Kletteraktionen der Schildkröten vor – sie sind, anders als viele meinen, erstaunlich agil.

Wie groß sollte in Schildkrötenbecken mit Landteil der Landanteil sein? Das hängt stark von der Art ab, die dort leben soll – und von der geplanten Gestaltung. Wasserschildkröten freuen sich über Erde, in der sie buddeln können. Achten Sie beim Kauf außerdem auf eine hochwertige Verarbeitung. Das Schildkrötenbecken sollte langlebig sein und keine Verletzungsgefahr für die Bewohner bergen, etwa in Form von scharfen Kanten.

Das Schildkrötenbecken richtig nutzen: Tipps für Schildkrötenfreunde

Wenn Sie sich für ein passendes Schildkrötenbecken entschieden haben, gilt es, das Aquaterrarium einzurichten. Dafür müssen Sie zuerst einen geeigneten Platz für das Terrarium finden. Es sollte sicher stehen und nicht umfallen können. Falls das Schildkrötenbecken oben offen ist, können die Tiere herausklettern. Das Schildkrötenbecken sollte deshalb nicht so weit oben stehen, dass sie sich durch einen Sturz ernsthaft verletzen können. Bedenken Sie auch, dass ein Aquaterrarium sehr schwer werden kann. In ein großes Schildkrötenbecken passen 200 Liter Wasser und mehr.

Bei der Dekoration kommt es neben Ihren Vorlieben auf die Bedürfnisse der Bewohner an. Bringen Sie jegliche Ausstattung sicher an, damit sich die Schildkröten daran nicht verletzen oder sich einklemmen können.

Der Wasserstand im Schildkrötenbecken sollte mindestens das Zweieinhalbfache der Panzerbreite des Tieres betragen. Lediglich bei Arten, die nicht ganz so gute Schwimmer sind, sollte das Wasser nicht zu tief sein.

Bevor die Schildkröte einziehen kann, müssen Sie die Temperatur im Schildkrötenbecken passend einstellen. Wie warm es sein sollte, hängt von der Art ab. Häufig freuen sich die Tiere über 25 bis 30 Grad Celsius, auf dem Sonnenplatz dürfen es auch bis zu 45 Grad Celsius sein. Achten Sie aber darauf, dass es nicht zu heiß wird. Schaffen Sie Bereiche im Aquaterrarium, in die sich die Bewohner notfalls zurückziehen können, falls es ihnen zu warm wird. Zu große Hitze kann schädlich sein und dazu führen, dass die Schildkröte schneller wächst. Das kann Verformungen des Panzers verursachen.

Orientieren Sie sich bei den Temperaturen im Schildkrötenbecken und im Wasser an den Herkunftsregionen der jeweiligen Tierart und achten Sie auf Schwankungen im Laufe des Tages und des Jahres. Nach der Überwinterung sollten Sie die Temperaturen behutsam in mehreren Schritten erhöhen, damit sich die Schildkröte akklimatisieren kann.