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Holzterrarium: Angebot, Auswahl und Wissenswertes

Wer ein Terrarium kaufen möchte, hat die Wahl: Wie groß soll es sein? Welche Form soll es haben? Und: Welches Material ist am besten geeignet? Viele Halter exotischer Tiere entscheiden sich für ein Holzterrarium. Wann ist es sinnvoll, ein Holzterrarium zu kaufen? Welches Angebot an OSB-Terrarien gibt es? Und wie groß muss das Holzterrarium sein? In unserem Kauf-Ratgeber erfahren Sie es.

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Für welche Bewohner eignet sich ein Holzterrarium?

Holzterrarien sind beliebt, und das nicht nur bei Einsteigern. Sie sind auch als OSB-Terrarien bekannt. Die Abkürzung OSB steht für die englische Bezeichnung „Oriented Strand Board“, was als „Platte mit ausgerichteten Spänen“ übersetzt werden kann. Die Grobspanplatten bestehen aus groben Spänen, die miteinander verklebt und anschließend verdichtet worden sind. Das Ergebnis sind leichte, aber dennoch robuste Holzplatten.

Ob es sinnvoll ist, ein Holzterrarium zu kaufen, hängt davon ab, welche Tiere darin leben sollen. Ideal ist ein Holzterrarium für Wüstenbewohner und andere Exoten, die eine trockene, warme Umgebung bevorzugen. Für Tropenlandschaften sind Terrarien aus Holz dagegen nur bedingt geeignet. Sie können zwar versiegelt werden, damit keine Feuchtigkeit in die OSB-Platten dringt. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Schimmel entsteht, der schädlich für die Gesundheit der Terrarienbewohner sein kann.

Tiere, die sich in einem Holzterrarium prinzipiell wohlfühlen können, sind zum Beispiel Bartagamen, Leopardgeckos und manche Leguan-Arten. Auch Skorpione, manche Schlangen und manche Vogelspinnen können mit der entsprechenden Ausstattung und Pflege grundsätzlich gut in einem Holzterrarium leben.

Das spricht für den Kauf eines Holzterrariums

Dass Terrarien aus Holz zu den am weitesten verbreiteten Terrarien zählen, hat gute Gründe. Da wären etwa die guten Wärmedämmungseigenschaften von Holz. Wer Tiere hält, die vergleichsweise hohe Temperaturen benötigen, muss das Terrarium heizen. Der Energieverbrauch macht sich im Portemonnaie bemerkbar. Je schlechter das Terrarium gedämmt ist, desto teurer wird es. Weil Holz so gut isoliert, braucht der Heizstrahler im Terrarium wesentlich weniger Strom als es bei Terrarien aus anderen Materialien der Fall ist.

Ein Holzterrarium ist vergleichsweise leicht. Das macht es einfacher, das Terrarium bei Bedarf zu bewegen. Außerdem sind die Anschaffungskosten verglichen mit anderen Varianten von Terrarien niedrig. Für Holz als Material für das Terrarium spricht auch, dass es leicht baulich verändert werden kann – mit dem passenden Werkzeug auch von Laien. Es ist sogar möglich, das ganze Holzterrarium selbst zu zimmern. Falls sich bei einem gekauften Holzterrarium Änderungsbedarf ergibt, kann das oft problemlos umgesetzt werden – etwa ein zusätzliches Lüftungsloch. Sägen und Bohren ist bei Grobspanplatten deutlich leichter als es bei vergleichbaren Platten aus Massivholz der Fall wäre.

Aus Sicht der Tiere sorgt ein Terrarium aus Holz für mehr Ruhe als in vielen anderen Terrarien. Scheue Bewohner fühlen sich zum Beispiel in einem Glasterrarium eher gestört, weil ihr Zuhause von allen Seiten blickdurchlässig ist.

Die Nachteile von Terrarien aus Holz

Ein Terrarium aus Holz hat allerdings auch Nachteile, die Sie kennen sollten, bevor Sie sich zu einem Kauf entscheiden. Im Vergleich zu einem Terrarium aus Glas oder Aluminium ist ein Holzterrarium schwerer zu säubern. Die Desinfektion des Terrariums ist bei Holz schwieriger.

Gegen ein Holzterrarium spricht auch, dass es in den meisten Fällen versiegelt werden muss, bevor es benutzt werden kann. Dazu eignet sich etwa Epoxidharz. Wenn die Bewohner keine scharfen Krallen haben, die die Versiegelung beschädigen können, kommt auch der günstigere Biolack infrage. Ohne Versiegelung könnte Feuchtigkeit in das Holz eindringen und Schimmel verursachen. Selbst bei einer Versiegelung ist ein Holzterrarium jedoch nicht ewig haltbar.

Die Optik eines Holzterrariums ist Geschmackssache. Nicht jeder findet die Grobspanplatten dekorativ, was an einem zentralen Ort wie dem Wohnzimmer ein Problem sein kann. Außerdem kann man bei einem Holzterrarium nicht von allen Seiten sehen, was im Inneren vor sich geht.

OSB-Terrarium kaufen: Welches Angebot gibt es?

Holzterrarien gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Achten Sie auf die Verarbeitung, wenn Sie ein Holzterrarium kaufen. Das Holzterrarium sollte hochwertig sein – wenn ein OSB-Terrarium deutlich günstiger ist als andere Angebote, ist das ein Grund, skeptisch zu werden. Bei einem solchen Produkt sparen Sie zwar unmittelbar Geld, das rächt sich jedoch häufig. Minderwertige OSB-Terrarien sind kürzer haltbar und müssen entsprechend schneller ersetzt werden als Qualitäts-Holzterrarien.

Die verwendeten Spanplatten sollten schadstoffarm sein. Für das Verkleben der Späne sollten keine giftigen Bindemittel zum Einsatz gekommen sein, etwa Formaldehyd. Wenn gefährliche Stoffe verarbeitet wurden, kann das der Gesundheit Ihrer Tiere schaden. Auch auf die Belüftung des Holzterrariums sollten Sie achten. Eine gute Luftzirkulation sollte jederzeit gegeben sein.

Was kostet ein Holzterrarium?

Holzterrarien sind in diversen Größen erhältlich, zum Beispiel 150x80x80 Zentimeter, 80x80x150 Zentimeter oder 80x80x50 Zentimeter. Eine beliebte Größe ist beim Holzterrarium 120x60x60 Zentimeter. Es gibt Holzterrarien nicht nur in waagerechter, sondern auch in hochkanter Ausführung. Welche Variante sich am besten eignet, hängt von den Bewohnern des Terrariums und ihrer Lebensweise ab.

Die Kosten für ein Holzterrarium hängen von der Qualität, der Größe und Ausstattung ab. Kleine Varianten gibt es schon ab 50 Euro. Mittelgroße Holzterrarien sind ab etwa 90 Euro erhältlich. Ein hochwertiges Holzterrarium kann aber auch 200 Euro und mehr kosten. Noch teurer wird es, wenn Sie ein Terrarium aus Holz nach Maß anfertigen lassen.

Wie groß muss das Holzterrarium sein?

Eine wichtige Entscheidung beim Kauf eines Holzterrariums betrifft die Größe. Nur ein ausreichend großes Terrarium ermöglicht den darin befindlichen Lebewesen ein artgerechtes Leben. Grundsätzlich können Terrarien aus Sicht ihrer Bewohner nicht zu klein sein. Nahezu jedes Tier wird sich über mehr Platz freuen. Ein zu kleines Terrarium spart zwar Geld und Platz, wird den Bedürfnissen seiner Bewohner aber womöglich nicht gerecht. Investieren Sie deshalb im Zweifel lieber in ein größeres Holzterrarium.

Welche Größe ein Holzterrarium mindestens haben sollte, hängt von der Tierart ab, die dort leben soll. Die Kopf-Rumpf-Länge des Tieres ist hilfreich zur Berechnung der Mindestgröße des Terrariums. Je größer das Tier, desto größer sollte auch das Holzterrarium sein. Sehr aktive Tierarten benötigen mehr Platz als Tierarten, die sich wenig bewegen.

Ein Holzterrarium für einen Leopardgecko sollte etwa mindestens 120x60x60 Zentimeter messen, eine Streifenköpfige Bartagame braucht mit mindestens 150x80x80 Zentimetern noch etwas mehr Platz. Zwergbartagamen können auch in einem Holzterrarium von 150x60x60 oder 120x60x60 Zentimetern leben.

Bei Vogelspinnen sollte die Grundfläche des Terrariums mindestens der doppelten Spannweite der Beine des Tieres entsprechen. Baumbewohnende Exemplare brauchen Platz in der Höhe, während bodenbewohnende Arten entsprechend mehr Platz in der Breite brauchen. Informieren Sie sich darüber, welchen Platzbedarf Ihr Tier hat, bevor Sie ein Holzterrarium kaufen. Wenn Sie mehrere Tiere halten möchten, müssen Sie ein größeres Terrarium wählen als bei einer Einzelhaltung.