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Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Der Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist ein schwanzloser Frosch, ein Froschlurch der Ordnung Anura und der Familie Bombinatoridae. Die Rote Liste der IUCN und ihr italienisches Komitee stufen diese Art als „LC“ ein.

Der Name Bombina stammt vom lateinischen „bombire“ = schwirren, das sich vom griechischen „o“ (bombylius) = „der Lärm macht“ ableitet und sich auf den Fortpflanzungsgesang der Rotbauchunke bezieht. Der spezifische Begriff „bunt“ bezieht sich auf die hellen und fantasievollen Bauchmuster.

Steckbrief Gelbbauchunke

Wissenschaftlicher NameBombina variegata
KlasseAmphibien
OrdnungFroschlurche
VerbreitungOstafrika: Tansania und Kenia
LebensraumHauptsächlich im Süden und in der Mitte Deutschlands; Gebirgsregionen Mittel- und Südeuropas
Verhalten Tagaktiv
Größebis 5 cm
AussehenOberseite: graubraun mit flachen Warzen, Unterseite: graublau bis schwarzblau gefärbt mit auffallendem, gelben Fleckenmuster
Lebenserwartungca. 15 Jahre
HaltungFeuchtes Baumterrarium, mindestens 100x80x80 cm
NahrungKleine Insekten, auch Maden, Grillen uvm.

Herkunft und Lebensraum der Rotbauchunke

Die Gelbbauchunke lebt in den Gebirgsregionen Mittel- und Südeuropas. Sie kommt in den Hochgebirgen Mittel- und Süddeutschlands sowie in der Oberrheinischen Tiefebene vor.

Ihr Lebensraum sind meist flache Gewässer, insbesondere Sümpfe, kleine Flüsse, Bäche, Quellen und ruhige Gewässer wie Seen und Sümpfe. Sie passt sich auch gut an natürliche Gegebenheiten an, z. B. an vorübergehende Pfützen, die dem Vieh als Tränke dienen. Prärien, Gebüsche, marginale Lebensräume mit ephemeren Tümpeln und Wälder.

Von April bis September halten sich Kröten im Gegensatz zu anderen Kröten fast ausschließlich in Teichen und kleinen Seen auf. Sie sind tagaktiv und hängen normalerweise mit ausgestreckten Hinterbeinen in ihrem sonnenbeschienenen Teich herum. Das sieht recht entspannt aus. Gelbbauchunken wandern häufig zwischen Tümpeln hin und her, anstatt sich in einem Tümpel aufzuhalten.

Sie verbringt den Sommer in der Nähe von Gewässern und den Winter in unterirdischen Unterschlüpfen. Je nach Breitengrad und Höhenlage dauert der Winterschlaf von Anfang Oktober bis Anfang Mai. Überwinterungs- und Brutplätze können bis zu 800 m voneinander entfernt sein. Wie zahlreiche Anurenarten kann sie auch eine gewisse Wasserverschmutzung überleben.

Merkmale der Rotbauchunke

Die Gelbbauchunke ist bis 5cm groß und wiegt im Durchschnitt 2-12 g. Ihre Oberseite ist graubraun mit leuchtender Zeichnung. Ihre Unterseite ist graublau bis schwarzblau mit leuchtend gelben bis orangefarbenen Punkten oder Flecken. Die Gelbbauchunke hat eine abgerundete Schnauze und einen kompakten Körper. Die Trommelfelle werden von herzförmigen Pupillen verdeckt. Die Oberseite weist erhabene Wirbel und Warzen auf, die in schwarzen Stacheln enden. In Verbindung mit ihrer schnellen Tauchfähigkeit ist sie ein schwer zu erkennendes Tier.

Die Jungtiere dieser Art sind sehr beweglich, was eine spontane Besiedlung neuer Lebensräume ermöglicht. An Land suchen die Tiere Schutz hinter Steinen, verrottendem Holz und in Felsspalten.

Die Kahnstellung / der Unkenreflex: Eine Schreckstellung der Unken, bei der sie Arme und Beine hoch hebt und dadurch das Gelb ihrer Unterseite sichtbar wird. Parallel dazu wird der Rücken hoch gebogen, was zu einer konkaven Haltung führt, der Kahnstellung. Sie soll Fressfeinde vor ihrem Hautgift warnen.

Nahrung der Gelbbauchunken

Gelbbauchunken ernähren sich von Insekten wie Käfern, Raupen, Ameisen, Mückenlarven, Obstfliegen und Stubenfliegen, Mückenlarven, kleine Heimchen oder Grillen, Blattläuse, Maden, Asseln und Regenwürmer. Auch Spinnen oder kleinere Krebstiere gehören zu ihrem Speiseplan.

Bestäuben Sie die Futterstellen jede Woche mit einer Vitamin- und Mineralienmischung. Die Farbe der Rotbauchunken ist auf ein Pigment zurückzuführen, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Dieser ist zum Beispiel in Wasserflöhen enthalten. Vitamine und Mineralien mit Canthaxanthin und Apocarotinal helfen, die schöne Färbung in Gefangenschaft zu erhalten.

Haltung der Gelbbauchunken

Die friedlichen Tiere werden idealer Weise in Gruppen von sechs bis 12 Tieren gehalten, wobei auf ein Männchen zwei bis drei Weibchen kommen sollten. 

Terrarien für Unken müssen sowohl einen Land- als auch einen im Vergleich zum Landteil noch größeren Wasserteil verfügen. Es handelt sich also um ein Paludarium. Bei 4 Unken sollte der Landteil etwa 30 x 24 cm, der Wasserteil etwa 26 x 30 Zentimeter groß betragen. Die Mindestgröße für ein Paludarium wäre dann mindestens 60 x 30 x 30 cm. Durch den hohen Wasseranteil empfehlen wir, ein Paludarium aus Glas anzuschaffen.

Fortpflanzung der Gelbbauchunken

Gelbbauchunken gehören zu den Langzeitlaicherm, da ihre Brutzeit von Mai bis Juli/August reicht. Die Paarungslaute der Männchen sind im späten Frühjahr/Frühsommer zu hören. Sie sind gedämpft und melodiös, aber leise, da die Tiere keine Schallblase haben.

Das Fortpflanzungsstadium zeigt einen Geschlechtsdimorphismus. Männliche Schwielen sprießen an den ersten drei Fingern und am Unterarm. Sie dienen der lumbalen Begattung.

Die Weibchen legen bis zu 170 Eier, die sie in Büscheln von 2 bis 20 Stück an untergetauchte Pflanzenteile heften. Die ca. 1,5 cm großen Kaulquappen schlüpfen nach etwa 8 Tagen. Die Kaulquappen sind graubraun gefärbt und tragen dunkle Flecken. Sie sind beliebtes Fressen für Molche, Ringelnattern oder Libellenlarven.

Video zur Gelbbauchunke

Glas-Terrarium Empfehlungen für Unken

In Glasterrarien können Sie am besten ein Paludarium realisieren, da die Glaswände wasserundurchlässig sind.

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