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Skink: Arten, Lebensraum & Haltung

Skink: Arten, Lebensraum & Haltung

Skinke begeistern viele Reptilien-Freunde. Unter den passenden Bedingungen können die verschiedenen Arten oft problemlos im eigenen Zuhause gehalten werden. Welche Skink-Arten es gibt, was Skinke auszeichnet und welche Anforderungen sie an ihren Lebensraum stellen, erfahren Sie hier.

Welche Skink-Arten gibt es?

Skinke, Lateinisch Scincidae, sind auch als Glattechsen bekannt. Zur Gruppe der Skinke gehören zahlreiche Arten, nämlich annähernd 1.500, die sich in rund 100 Gattungen unterteilen. Diese Artenvielfalt macht Skinke zu der artenreichsten Echsenfamilie überhaupt.

Zu den Skink-Arten gehören unter anderem:

  • Wickelskink (Corucia zebrata)
  • Berberskink (Eumeces schneideri)
  • Gemeiner Blauzungenskink (Tiliqua scincoides)
  • Apothekerskink (Scincus scincus)
  • Afrikanischer Blauschwanzskink, auch Fünfstreifenskink (Trachylepis quinquetaeniata)
  • Feuerskink (Lepidothyris fernandi)
  • Vielstreifenskink (Mabuya multifasciata)
  • Tunesischer Nachtstreifenskink (Scincopus fasciatus)
  • Smaragdskink (Lamprolepis smaragdina)
  • Chinesischer Wasserskink (Tropidophorus sinicus)

Zwischen den unterschiedlichen Skink-Arten gibt es nicht nur im Hinblick auf ihren Lebensraum und ihre Eigenschaften teilweise große Unterschiede. Auch optisch unterscheiden sich die verschiedenen Skink-Arten voneinander. Generell lässt sich jedoch sagen: Skinke haben einen runden, langgezogenen Körper. Sie sind glatt geschuppt und haben einen Schwanz. Ihre Beine sind meist kurz bis sehr kurz. Ausgewachsen kommen sie je nach Skink-Art auf eine Gesamtlänge von acht bis 40 Zentimetern.

Skink: Lebensraum und Eigenschaften

Für Menschen, die Skinke zuhause halten möchten, ist die Frage interessant, woher die Tiere eigentlich ursprünglich stammen. Das lässt sich pauschal nicht sagen, sondern hängt von der Skink-Art ab. Skinke sind grundsätzlich auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis vertreten. Die meisten Arten leben jedoch in Südostasien und in Ozeanien.

Der Berberskink bewohnt in der freien Natur etwa ein großes Gebiet zwischen Nordwestafrika und Nordindien. Der Gemeine Blauzungenskink stammt aus Australien und Neuguinea, der Wickelskink ist auf der Inselgruppe der Salomon-Inseln im Südpazifik zuhause. Die Mehrzahl der Skink-Arten lebt auf dem Boden, manche Arten wie der Wickelskink bewohnen hingegen Regenwälder oder Bergwälder.

Nicht jede Skink-Art lebt überhaupt über der Erde. Manche Skinke leben überwiegend im Untergrund und graben sich ein. Solche Arten haben keine oder stark verkürzte Beine. Die meisten Glattechsen sind nachtaktiv. Es gibt zwar auch Skink-Arten, die tagaktiv sind – das heißt aber nicht, dass Sie solche Skinke häufig zu sehen bekommen. Viele Glattechsen sind scheu und verstecken sich gerne.

Ernährung: Was essen Skinke?

Skinke sind wechselwarm. Das bedeutet, dass sie sich in ihrer Körpertemperatur der Umgebung anpassen. Manche Skink-Arten können ihren Schwanz bei Gefahr abwerfen. Seien Sie unbedingt vorsichtig, wenn Sie versuchen, einen Skink einzufangen. Am Schwanz sollten Sie die Tiere nicht greifen.

Skinke haben je nach Art eine Lebenserwartung von zwölf bis 14 Jahren. Sie können auch bis zu 20 Jahre alt werden. Wie alt sie werden, hängt davon ab, ob sie eine gute Pflege erhalten, ein (möglichst) artgerechtes Leben führen können und wie sie ernährt werden.

Apropos Ernährung: Was Skinke gerne essen, hängt wiederum von der Art ab. In freier Wildbahn bevorzugen viele Skink-Arten kleinere Wirbellose und Insekten. Sie können deshalb prinzipiell mit Heimchen, Schaben, Grillen und kleinen Heuschrecken ernährt werden. Bestäubt mit Mineralstoffpräparaten erhöht sich der Nährstoffgehalt der Futterinsekten zusätzlich. Mehlwürmer und Wachsmotten dürfen Skinke ebenfalls fressen, allerdings nicht zu viel – diese Futtertiere sind sehr proteinreich und können entsprechend zu einer unerwünschten Gewichtszunahme führen.

Bei den meisten Skink-Arten ist es wichtig, dass sie nicht ausschließlich tierische Nahrung erhalten, sondern auch pflanzliche. Obst und Gemüse eignen sich je nach Art – etwa Banane, Kürbis, Möhre, Pastinake oder Melone. Das hilft, das Gewicht der Tiere im Idealbereich zu halten.

Skinke halten: Tipps für Reptilien-Freund/innen

Wer Skinke halten möchte, sollte sich vorab intensiv mit ihren Bedürfnissen auseinandersetzen. Zunächst stellt sich die Frage, ob Sie einen einzelnen Skink oder mehrere Tiere halten möchten. Das hängt auch von der Art ab. Manche Tiere leben lieber alleine, andere fühlen sich paarweise oder in kleinen Gruppen mit einem Männchen wohl.

Von der Zahl der Tiere, der Größe und Aktivität der gewählten Skink-Art hängt ab, welches Terrarium sich für die Haltung eignet. Egal, ob bodenlebende oder baumbewohnende Arten: Das Skink-Terrarium sollte mindestens 100x50x50 Zentimeter, je nach Art mindestens 100x80x80 Zentimeter messen. Generell ist es immer besser, ein großzügiges Terrarium zu nehmen, das den Bewohnern ausreichend Platz bietet. Für jedes weitere Tier sollten Sie mindestens 15 Prozent der Grundfläche hinzurechnen.

Damit die Skinke sich wohlfühlen, muss das Terrarium passend eingerichtet sein. Je nach Art kommen insbesondere Regenwald- oder Wüstenterrarien infrage. Weil die Tiere wechselwarm sind, benötigen sie unterschiedlich klimatisierte Bereiche innerhalb des Terrariums. Sie sollten sowohl schattige als auch sonnige Plätze haben. Nachts sollte die Temperatur etwas verringert werden. Die optimalen Temperaturen hängen von der Skink-Art ab.

So sollte das Skink-Terrarium eingerichtet sein

Dasselbe gilt für die Luftfeuchtigkeit. Bei vielen Arten sind 60 Prozent Luftfeuchtigkeit sinnvoll, manche Arten wie der Feuerskink mögen es aber noch feuchter. Die Luftfeuchtigkeit können Sie mit Beregnungsanlagen oder händisch mit einer Sprühflasche regulieren. Je nach Art brauchen Skinke etwa zehn bis 14 Stunden Beleuchtung mit UV-Lampen. Achten Sie darauf, dass das Gehäuse des Terrariums UV-durchlässig ist. Bei Glas ist das normalerweise nicht der Fall.

Bieten Sie Ihren Skinken Möglichkeiten, sich zu verstecken – zum Beispiel durch Höhlen, Röhren, Wurzeln, Steine oder Baumstämme. Skinke, auch bodenbewohnende Arten, klettern gerne. Deshalb ist es praktisch, eine Wand mit Kork oder einem anderen griffigen Material auszukleiden, um den Tieren eine Klettermöglichkeit zu bieten.

Als Bodensubstrat eignen sich Kokossubstrat oder Terrarienerde, je nach Art auch Sand. Skink-Arten, die gerne graben, benötigen eine entsprechend große Füllmenge an Substrat. Zur Grundausstattung für Skinke gehört auch eine Wasserschale, denn die Tiere baden gerne.

Wie bei allen Terrarientieren ist eine gute Hygiene wichtig, damit Bakterien und Krankheitserreger keine Chance haben. Entfernen Sie deshalb unbedingt Futterreste und säubern Sie das Terrarium regelmäßig. Gesundheitliche Probleme, die bei Skinken auftreten können, sind insbesondere Milben, Schwanzverletzungen, Abmagerung und die metabolische Knochenkrankheit, die durch mangelhafte Ernährung und fehlende UV-Strahlung begünstigt wird.

Sind Skinke für Anfänger/innen geeignet?

Wer bisher keine Reptilien gehalten hat, sollte sich an Arten halten, die für Anfänger/innen geeignet sind. Bei ihnen ist die Gefahr geringer, dass durch falsche Haltung oder Pflege schwerwiegende Probleme auftreten. Skinke gelten als relativ pflegeleicht und einfach zu füttern. Deshalb sind Skinke für Anfänger/innen prinzipiell geeignet. Informieren Sie sich über die Bedürfnisse Ihrer Skink-Art und stellen Sie sicher, dass die Tiere bei Ihnen alles bekommen, was sie für ein gesundes Leben brauchen.

Wo kann man Skinke kaufen – und worauf sollte man beim Kauf achten?

Skinke erhalten Sie bei Züchter/innen und im Zoofachhandel. Teilweise können Sie auch in Auffangstationen Tiere bekommen. Wählen Sie eine/n seriöse/n Anbieterin, wenn Sie einen Skink kaufen. Ein/e gute/r Züchter/in kennt sich mit den Tieren und den Anforderungen an die Skink-Haltung im Detail aus. Wo möglich, verschaffen Sie sich einen Eindruck davon, wie die Jungtiere aufgezogen werden. Sind die Bedingungen hygienisch oder ist es dreckig? Leben die Tiere beengt oder haben Sie genügend Platz zur Verfügung? Auch sehr günstige Preise sollten Sie stutzig machen.

Bei der Wahl eines Skinks sollten Sie auf den optischen Zustand achten. Das Tier sollte gesund wirken und nicht hinken. Prüfen Sie, ob die Augen klar sind. Die Haut sollte weder fleckig noch trocken sein. Beides deutet auf gesundheitliche Probleme hin.

Auf Skinke aus dem Ausland sollten Sie verzichten. Hier ist die Gefahr von Wildfängen groß, die den Artenschutz unterlaufen und die natürlichen Populationen belasten.