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Königspython: Arten, Lebensraum & Haltung

Königspython: Arten, Lebensraum & Haltung

Wenige Schlangen sind so beliebt zur Haltung im Terrarium wie die Königspython. Python regius zählt zu den kleineren Riesenschlangen und kommt mit vergleichsweise wenig Platz zurecht. Damit sich das Tier bei Ihnen wohlfühlt, sollten Sie bei der Königspython-Haltung verschiedene Dinge beachten. Hier erfahren Sie mehr über die Merkmale und Bedürfnisse der Königspython.

Königspython: Arten und Lebensraum

Die Königspython – oder Python regius – ist eine Riesenschlange aus der Familie der Pythons (Pythonidae). Mit einer durchschnittlichen Länge von 1,30 Metern gehört sie zu den kleineren Riesenschlangen. Königspythons können eine Größe von bis zu zwei Metern erreichen, was jedoch selten der Fall ist. Manche Exemplare sind auch nur einen Meter lang. Weibchen werden größer und schwerer als Männchen. Männchen werden hingegen selten größer als 1,50 Meter. Ausgewachsene Königspythons wiegen zwischen 1,3 und 1,7 Kilogramm.

Optisch erkennt man die Königspython an ihrem breiten Kopf und dem kräftigen Körper. Die Farbgebung der Königspython unterscheidet sich je nach Variante. Zumeist ist sie hellbraun bis dunkelbraun mit braunen, gelben oder beigen Flecken an der Seite. Es gibt jedoch auch helle Albino-Varianten.

Der Königspython-Lebensraum erstreckt sich von tropischen Regenwäldern über Savannen bis zu landwirtschaftlich genutzten Gebieten im Westen Afrikas und in Zentralafrika. Sie lebt dabei gerne am Rande von Siedlungen.

Als Würgeschlange ist die Königspython nicht giftig. Aktiv wird die Königspython erst in der Dämmerung. Tagsüber liegt sie meist zurückgezogen in einem Versteck. Die Königspython ist überwiegend ein Bodenbewohner, auch wenn sie auch klettern kann. Bei einer Bedrohung rollt sich die Schlange zusammen, weshalb sie auch als Ball-Python bekannt ist.

Farb- und Zeichenvarianten der Königspython

Die Königspython wird in diversen Farb- und Zeichenvarianten gezüchtet, sogenannten Morphen. Die intensiv betriebene Königspython-Zucht bringt unter anderem diese Königspython-Arten hervor:

  • Albino
  • Caramel Albino
  • Labyrinth
  • Lavender Albino
  • Orange Ghost
  • Pastel
  • Spider
  • Pinstriped
  • Albino Genetic Striped
  • Ghost Spider
  • Hypo Mojave
  • Pastel Clown
  • Snow

Königspython-Terrarium: Größe und Ausstattung

Wenn Sie eine Königspython halten möchten, brauchen Sie ein passendes Terrarium. Der Platzbedarf einer Königspython ist moderat; im Gegensatz zu den meisten anderen Terrarien-Tieren ist ein größeres Terrarium für Königspythons nicht automatisch besser als ein kleineres. Am besten geeignet ist ein flaches, maximal 50 Zentimeter hohes Becken, das etwa 1,20 Meter lang und 50 bis 60 Zentimeter tief sein sollte.

Eine Königspython braucht im Terrarium ausreichend Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten. Dazu eignen sich zum Beispiel Rindenstücke, Röhren, Töpfe oder auch Dosen. Die Verstecke sollten nur so groß sein, dass die Schlange gut hineinpasst. Sie fühlt sich in engen Behausungen wohler.

Eine Wetbox hilft der Königspython bei der Häutung

Im Königspython-Terrarium darf eine Wetbox nicht fehlen. Dafür nehmen Sie eine möglichst nicht durchsichtige Box, etwa aus Kunststoff, die oben ein Loch haben sollte. Innen kann die Wetbox mit feuchtem Moos ausgekleidet werden. Das hilft der Königspython bei der Häutung und Eiablage. Auch hier gilt: Die Schlange sollte gerade so hineinpassen und nicht zu viel Platz in der Wetbox haben.

Als Substrat für das Königspython-Terrarium eignet sich Lehm, aber auch Torferde, Holzeinstreu, Terrarienerde oder trockenes Moos. Achten Sie darauf, dass der Bodenbelag für die Schlange ungiftig ist, falls sie beim Fressen etwas davon verschluckt. Das Königspython-Terrarium sollte nicht von allen Seiten einsehbar sein, sondern auch blickdichte Seiten haben – dann fühlt sich die Schlange wohler.

Das ist bei der Königspython-Haltung wichtig

Wenn Sie darüber nachdenken, sich eine Königspython anzuschaffen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie der Schlange die passenden Haltungsbedingungen bieten können. Erfahrung im Umgang mit Schlangen ist ohne Zweifel hilfreich. Bei der Frage, ob eine Königspython auch bei Anfänger/innen in guten Händen sein kann, gehen die Meinungen auseinander. Mitunter sind Königspythons sensibel und anfällig für Stress, was Einsteiger/innen überfordern könnte.

Bedenken Sie bei der Überlegung, sich eine Königspython zu kaufen, auch, dass Sie womöglich lebendige Futtertiere verfüttern müssen. Auch die hohe Lebenserwartung der Tiere sollten Sie berücksichtigen: Königspythons können 20 bis 30 Jahre, aber auch bis zu 40 Jahre alt werden. Weibchen werden dabei häufig älter als Männchen.

Eine Königspython fühlt sich alleine im Terrarium am wohlsten. Es mag möglich sein, die Tiere paarweise zu halten, bedeutet aber letztlich unnötigen Stress für die Schlangen. Sie sind Einzelgänger und deshalb auch am liebsten der/die einzige Bewohner/in des Königspython-Terrariums.

Futter: Was frisst eine Königspython?

Königspythons ernähren sich von kleinen Säugetieren und Vögeln. Als Futtertiere eignen sich zum Beispiel Mäuse, Kaninchen oder Ratten, die Sie lebendig oder als aufgetautes und leicht erwärmtes Frostfutter verfüttern können. Im Sinne des Tierschutzes ist Frostfutter die bessere Wahl, weil die Beutetiere dabei nicht unnötig leiden. Allerdings nimmt nicht jede Schlange totes Futter an. Besonders Wildfänge sind dafür bekannt, dass sie mitunter lange Zeit jegliches Futter verweigern.

Wenn die Schlange nicht gut frisst, kann das daran liegen, dass sie Stress hat oder sich im Terrarium nicht wohlfühlt. Auch die Art der Fütterung spielt dabei eine Rolle. Königspythons suchen ihr Futter in Bauten, was Sie im Terrarium nachempfinden können. Sie können dazu einen Behälter mit einem Loch oben nutzen, in den Sie die Beute geben.

Wie oft Sie Ihre Königspython füttern sollten, hängt vom Alter des Tieres ab. Jungtiere benötigen noch ein- bis zweimal in der Woche Futter, während bei heranwachsenden Königspythons eine Fütterung alle zehn bis 14 Tage ausreicht. Erwachsene Tiere sollten nur noch alle zwei bis drei Wochen gefüttert werden.

Klimatische Bedingungen im Königspython-Terrarium

Damit sich die Königspython bei Ihnen wohlfühlt, müssen Sie ihr passende klimatische Bedingungen bieten. Die Temperatur sollte tagsüber bei 26 bis 32 Grad Celsius liegen, nachts bei rund 23 Grad Celsius. Im Herbst und Winter kann es mit bis zu 20 Grad Celsius in den Nächten auch kühler im Königspython-Terrarium sein. Sorgen Sie dafür, dass es ein Temperaturgefälle im Terrarium gibt. So kann sich Ihre Königspython dort aufhalten, wo sie sich gerade am wohlsten fühlt.

Die Luftfeuchtigkeit im Königspython-Terrarium sollte zwischen 60 und 70 Prozent betragen. In den Häutungsphasen kann es noch etwas feuchter sein. Im Hinblick auf die Beleuchtung haben Königspythons keine speziellen Bedürfnisse, es sollte aber der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus nachempfunden werden. Die Luft können Sie über Wärmespots erwärmen, die außer Reichweite der Schlange angebracht werden sollten, damit sie sich nicht daran verletzt.

Königspython: Kosten und Anschaffung

Königspythons unterliegen dem Artenschutz. Beim Kauf benötigen Sie deshalb einen Herkunftsnachweis, gemeldet werden müssen die Schlangen aber inzwischen nicht mehr. Je nachdem, in welchem Bundesland Sie leben, kann es jedoch sein, dass es spezielle Auflagen zur Haltung einer Königspython gibt.

Beim Kauf sollten Sie Nachzuchten den Vorzug geben. Wildfänge sind nicht nur oft heikel in der Haltung und schnell gestresst, was besonders Anfänger/innen überfordern kann. Es ist auch aus Sicht des Naturschutzes nicht sinnvoll, die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum wegzufangen. Hinzu kommt, dass Nachzuchten meist gesünder und robuster sind.

Eine Königspython bekommen Sie bei Züchter/innen, Auffangstationen, von Privatleuten, die ihr Tier verkaufen möchten, und im Zoofachhandel. Was eine Königspython kostet, hängt davon ab, wo Sie sie kaufen, ob es sich um ein Jungtier handelt und welche Farbvariante Sie haben möchten. Zumeist müssen Sie für eine Königspython mehrere Hundert Euro bezahlen, für seltenere Züchtungen mitunter auch mehr als 1.000 Euro.