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Felsenpython: Lebensraum, Pflege & Haltung

Felsenpython: Lebensraum, Pflege & Haltung

Felsenpythons zählen zu den größten Schlangenarten. Wer sie zuhause halten möchte, sollte ihnen entsprechend viel Platz bieten können. Hier erfahren Sie mehr über die Anforderungen der Felsenpython in der Haltung und Pflege. Außerdem geben wir Ihnen Tipps zur Auswahl und Einrichtung eines Felsenpython-Terrariums.

Felsenpython: Lebensraum

Die Felsenpython (Python sebae) gehört zur Familie der Pythons (Pythonidae) und wird in der Gattung der Eigentlichen Pythons (Python) geführt. Bis Ende der 1990er Jahre zählte eine Unterart dazu, die jedoch inzwischen als eigenständige Art anerkannt ist: die Natalpython oder Südafrikanische Python (Python natalensis). Zur Unterscheidung der beiden Arten sind jedoch teilweise immer noch die Begriffe Nördliche und Südliche Felsenpython geläuftig, wobei die Natalpython die Südliche Python ist.

Felsenpythons sind auf dem afrikanischen Kontinent weit verbreitet. Die großen Würgeschlangen kommen in vielen Ländern in Subsahara-Afrika vor, unter anderem in Guinea, Kamerun, Mali, Namibia, Somalia, Sierra Leone, Ghana, Uganda und Angola. Durch illegale Auswilderungen gibt es auch eine wilde Population im US-Bundesstaat Florida.

Der Felsenpython-Lebensraum ist so vielfältig wie das Verbreitungsgebiet der Würgeschlangen. Die Schlangen leben in trockenen Savannen, Mangrovenwäldern, im Grasland und im Busch. Fast immer siedeln sie sich in der Nähe von Flüssen an. Als Kulturfolger sind Felsenpythons vergleichsweise häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen.

Merkmale der Felsenpython

Die Felsenpython hat einen massiven, kräftigen Körper, der zu rund 90 Prozent aus Muskelmasse besteht. Ihr Grundton ist in Erdfarben gehalten, die von grau bis braun mit Gelb- oder Grünstich reichen können. Unregelmäßig auf dem Körper verteilt finden sich Sattelflecken mit heller Umrandung. Der Kopf der Felsenpython ist durch die charakteristische dreieckige Zeichnung gekennzeichnet. Spezielle Züchtungen können in der Farbgebung und Zeichnung von der typischen Optik der Felsenpython abweichen.

Eine Felsenpython kann eine Größe von bis zu sieben Metern und mehr erreichen, wenn sie ausgewachsen ist. Damit zählt sie zu den größten Schlangen der Welt. Im Schnitt werden die Tiere aber eher vier bis fünf Meter lang. Das Gewicht der Schlangen hängt von ihrer Größe ab und kann bis zu 130 Kilogramm betragen. Felsenpythons können bis zu 30 Jahre alt werden.

Wie viele Schlangen sind Felsenpythons dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich in Erdlöchern und Höhlen oder im Wasser versteckt. Typischerweise sind sie in der Nähe von Gewässern anzutreffen, wo sie auf Beute lauern. Die Würgeschlangen können gut schwimmen und tauchen. Auch klettern können Felsenpythons gut: Vor allem Jungtiere sind häufig auf Bäumen anzutreffen und gehen dort auch auf Nahrungssuche.

Was bei der Felsenpython-Haltung wichtig ist

Für die Anschaffung einer Felsenpython sollten Sie sich nicht leichtfertig entscheiden. Die Schlangen mögen faszinierend sein, brauchen aber eine erfahrene Hand in der Pflege. Für Einsteiger/innen sind Felsenpythons damit nicht geeignet. In diesem Fall ist es besser, zunächst mit kleineren und weniger gefährlichen Schlangenarten anzufangen und so Erfahrung zu sammeln.

Generell sollten Sie in der Felsenpython-Pflege äußerste Vorsicht walten lassen. Dank ihres muskulösen Körpers ist die Felsenpython extrem stark. Ein eng umschlungener Mensch hat ab einer gewissen Größe der Felsenpython nahezu keine Chance, sich zu befreien. Das kräftige Gebiss der Felsenpython kann zudem zu schmerzhaften Bissen führen. Manche größeren Schlangen gelten als eher ruhig und entspannt; die Felsenpython zählt nicht dazu. Ihr werden ein aggressives, oft unberechenbares Verhalten und eine gewisse Beißfreudigkeit nachgesagt.

Haben Sie sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung einer Felsenpython entschieden, steht die nächste Entscheidung an: Wie viele Tiere sollen es sein? In der freien Wildbahn leben Felsenpythons als Einzelgänger/innen. Sie können somit ohne Probleme einzeln gehalten werden, es ist aber auch möglich, wenige Felsenpythons gemeinsam zu halten. Wichtig ist dabei, dass Sie höchstens ein Männchen haben – zumindest, wenn die Tiere geschlechtsreif sind – und die Tiere separat füttern, damit es nicht zu Angriffen kommt.

Tipps für die Fütterung von Felsenpythons

Bei der Pflege der Felsenpythons spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. In der freien Natur frisst die Felsenpython fast alles, was sie finden kann – nicht nur Nagetiere, sondern oft auch Ziegen, Antilopen, Schweine oder sogar kleinere Krokodile.

Das bedeutet für die Fütterung im Felsenpython-Terrarium: Solange das Beutetier von der Größe zu Ihrer Schlange passt, können Sie es verfüttern. Die Felsenpython ist nicht wählerisch und verspeist beispielsweise Ratten, Mäuse, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Geflügel. Sowohl Lebend- als auch Frostfutter kommen infrage, allerdings verschmähen manche Felsenpythons Futter, wenn es bereits tot ist. Die Häufigkeit der Fütterung hängt vom Alter des Tieres ab.

Damit es der Felsenpython bei Ihnen gut geht, kommt es auch auf das richtige Klima im Terrarium an. Die Lufttemperatur sollte bei 25 bis 32 Grad Celsius liegen, wobei es an Sonnenplätzen auch bis zu 35 Grad Celsius heiß sein kann. Nachts sollten die Temperaturen nicht unter 24 Grad Celsius fallen.

Wichtig ist auch die passende Luftfeuchtigkeit: Sie sollte bei 60 bis 80 Prozent liegen. Sie können die Luftfeuchtigkeit zum Beispiel durch regelmäßiges Sprühen regulieren und sollten die Werte mit einem Hygrometer überprüfen. Bei der Felsenpython-Haltung sollten Sie außerdem den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus simulieren. Das geht zum Beispiel mit Leuchtstoffröhren.

Tipps für die Auswahl eines Felsenpython-Terrariums

Für die Felsenpython-Haltung brauchen Sie ein geeignetes Terrarium – oder Sie nutzen gleich einen eigenen Raum für die Schlange.

Falls Sie ein Terrarium nutzen möchten, sollte es möglichst großzügig sein. Welche Maße sich eignen, hängt von der Größe des Tieres ab. Die Kantenlängen des Terrariums sollten jeweils mindestens drei Viertel der Länge Ihrer Felsenpython ausmachen. Höhe und Tiefe können auch nur der Hälfte der Körperlänge entsprechen, allerdings freut sich eine Felsenpython über mehr Platz. Sichern Sie das Terrarium unbedingt mit einem Schloss und sorgen Sie auch ansonsten dafür, dass die Schlange nicht aus dem Terrarium entweichen kann – etwa über Lüftungsgitter.

Vor allem ausgewachsene Felsenpythons können ein eigenes Zimmer erfordern. Dabei ist es wichtig, dass Sie auch dort die passenden klimatischen Bedingungen sicherstellen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie den Python-Raum nach Möglichkeit nur zu zweit betreten. Der Raum sollte groß genug sein, damit Sie sich dort sicher bewegen können.

Wenn Sie Ihre Felsenpython(s) in einem eigenen Raum halten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Tiere keinesfalls entkommen können. Sie sind nicht nur eine Gefahr für Sie, Ihre Mitbewohner/innen und mögliche andere Haustiere, sondern können Wohnung und Haus auch verlassen und so zu einer Gefahr für Ihre Mitmenschen werden.

Das Felsenpython-Terrarium einrichten: Was braucht die Schlange?

Bei der Felsenpython-Haltung sollten Sie Ihrer Schlange eine Umgebung anbieten, die ihren Bedürfnissen entspricht. So brauchen Felsenpythons etwa Möglichkeiten zum Klettern. Sie sind versierte Kletterer und benötigen ausreichend starke Äste, die ihr hohes Gewicht tragen können. Auch die Rückwand kann Klettermöglichkeiten bieten.

Eine Felsenpython benötigt auch Verstecke und Ruheplätze, gerne in erhöhter Lage. Außerdem sollte sie die Möglichkeit haben, in einem ausreichend großen Wasserbecken zu baden. Es dient auch zum Trinken und hilft der Schlange bei ihrer Häutung. Säubern Sie das Wasserbecken möglichst jeden Tag, damit sich dort keine Bakterien vermehren können.

Als Bodengrund eignet sich ein lockeres Substrat, was Feuchtigkeit aufnehmen kann. Geeignet ist zum Beispiel eine Mischung aus Sand und Rindenmulch.

Felsenpython: Kosten und Kauf

Vor dem Kauf einer Felsenpython sollten Sie sicherstellen, dass die Haltung erlaubt ist. Je nach Bundesland kann es nötig sein, sich die Haltung einer Felsenpython vorher behördlich genehmigen zu lassen. Auch den/die Vermieter/in sollten Sie im Vorfeld um Erlaubnis fragen.

Felsenpythons bekommen Sie bei Züchter/innen, online, im Zoofachhandel oder von Privatpersonen. Die Kosten hängen von der Farbvariante und dem Alter des Tieres ab und beginnen bei mehreren Hundert Euro.