Terrarium selber bauen in 8 Schritten

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Das Wichtigste in Kürze

Die Mindestgröße eines Terrariums richtet sich nach der Kopf-Rumpf-Länge des Tieres, für ein Bartagamen-Pärchen etwa das Fünffache der Körperlänge als Terrarienlänge, wie es das Gutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums für einzelne Reptilienarten konkret festlegt. Ein Terrarium kann ein wunderschönes Zuhause für Reptilien bieten, die als Haustiere gehalten werden. Es ist jedoch wichtig,...

Die Mindestgröße eines Terrariums richtet sich nach der Kopf-Rumpf-Länge des Tieres, für ein Bartagamen-Pärchen etwa das Fünffache der Körperlänge als Terrarienlänge, wie es das Gutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums für einzelne Reptilienarten konkret festlegt. Ein Terrarium kann ein wunderschönes Zuhause für Reptilien bieten, die als Haustiere gehalten werden. Es ist jedoch wichtig, dass das Terrarium den Bedürfnissen der Tiere entspricht, um ihnen ein gesundes und artgerechtes Leben zu ermöglichen. Ein wichtiger Aspekt bei der Terrarienhaltung ist der Bau des Terrariums selbst. Es gibt viele verschiedene Arten von Terrarien, je nach den Bedürfnissen der gehaltenen Reptilien. Bei der Planung und dem Bau eines Terrariums müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die Größe, die Einrichtungsgegenstände, die Beleuchtung und die Heizung. In diesem Artikel werden wir uns auf den Bau eines Terrariums für Reptilien konzentrieren und Ihnen eine Anleitung geben, wie Sie ein Terrarium bauen können, das den Bedürfnissen Ihrer Tiere entspricht. Wir werden uns auch mit der Planung der Größe, der Terrarienart, der Materialplanung und der konkreten Umsetzung befassen. Darüber hinaus werden wir Ihnen auch zeigen, wie Sie das Terrarium pflegen und warten, um sicherzustellen, dass Ihre Tiere ein glückliches und gesundes Leben führen können.

Planung der Größe

Die Größe des Terrariums hängt von der Art und Anzahl der gehaltenen Tiere ab. Eine Faustregel besagt, dass das Terrarium mindestens das Eineinhalbfache der Länge des größten Tieres in der Gruppe betragen sollte. Die Höhe des Terrariums sollte mindestens das Doppelte der Länge des größten Tieres betragen, um genügend Platz zum Klettern und Bewegen zu bieten.

Bevor Sie mit dem Bau des Terrariums beginnen, sollten Sie sorgfältig planen und das Design des Terrariums bestimmen. Sie müssen die Bedürfnisse Ihrer Tiere berücksichtigen und sicherstellen, dass das Terrarium ausreichend Platz bietet und geeignete Einrichtungsgegenstände wie Verstecke, Kletteräste und Wasserbecken enthält.

Wie groß das Terrarium mindestens sein muss, hat das Bundesministerium für Landwirtschaft in seinem Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien für einzelne Arten festgelegt, jeweils als Vielfaches der Kopf-Rumpf-Länge (KRL) des Tieres in Länge, Breite und Höhe:

ArtLänge × KRLBreite/Tiefe × KRLHöhe × KRL
Kornnatter1,00,51,0
Königspython1,00,50,75
Leopardgecko (Paar)432
Bartagame (Paar)543
Chamäleon, nicht bodenbewohnend (adult)42,54

Diese Werte markieren die gesetzliche Untergrenze, ab der die Haltung als tierschutzwidrig gilt, keine Empfehlung. Für den Königspython etwa nennt das Gutachten 1,0 × 0,5 × 0,75 KRL als Minimum, Fachleute empfehlen für ausgewachsene Tiere aus Tierschutzsicht mindestens 200 × 100 × 150 Zentimeter. Planen Sie das Terrarium deshalb von Anfang an größer, als es die Mindestmaße verlangen, auch weil Reptilien wachsen und ein späterer Umbau aufwendiger ist als eine großzügigere Erstplanung.

Terrarienart

Die Art des Terrariums hängt von der Art der gehaltenen Reptilien ab. Einige Reptilienarten benötigen ein Terrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit und spezieller Beleuchtung, während andere Arten ein Trockenterrarium benötigen. Informieren Sie sich im Vorfeld über die spezifischen Anforderungen Ihrer Tiere und wählen Sie die passende Terrarienart.

MaterialVorteileNachteileRichtpreis (fertig, ca. 100×50×50 cm)
GlasSehr gute Wärmespeicherung, leicht zu reinigen, formstabil bei FeuchtigkeitSchwer, bei großen Scheiben ab 10 mm Stärke nötig150–300 Euro
Holz (OSB/Multiplex)Gute Wärmedämmung, leicht zu bohren und zu erweitern, günstiger in großen MaßenMuss versiegelt werden, bei Feuchtschäden anfälliger als Glas120–250 Euro
PVC-HartschaumWasserfest ohne Versiegelung, leicht, gut für FeuchtterrarienWeniger formstabil bei großen Scheiben, teurer als Holz je Quadratmeter180–350 Euro

Für ein selbst gebautes Holz- oder PVC-Terrarium braucht die Bodenplatte wegen des Gewichts von Bodengrund, Wasserbecken und Tier eine Stufe stärkeres Material als die Seitenwände. Bei Glasterrarien über 150 Zentimeter Kantenlänge braucht der Boden zusätzliche Stützprofile oder eine doppelte Verklebung aus zwei 6-Millimeter-Scheiben, da eine einzelne 6-Millimeter-Scheibe bei dieser Breite bereits ohne Auflast durchhängen kann.

Materialplanung

Für den Bau des Terrariums benötigen Sie verschiedene Materialien, je nachdem für welche Terrarienart Sie sich entschieden haben. Hier sind einige Materialien aufgelistet, die Sie für den Bau eines Holzterrariums benötigen:

  • Holzbretter: Verwenden Sie widerstandsfähige Holzbretter für den Rahmen des Terrariums. Die Größe und Dicke der Bretter hängt von der Größe des Terrariums ab.
  • Holzleim und Holzschrauben: Diese Materialien werden benötigt, um die Holzbretter zu verbinden und das Gehäuse des Terrariums zusammenzubauen.
  • Silikon: Verwenden Sie Silikon, um die Ecken des Terrariums abzudichten und um sicherzustellen, dass das Terrarium feuchtigkeitsbeständig ist.
  • Versiegelung oder Lack: Um das Holz zu schützen und feuchtigkeitsbeständig zu machen, können Sie eine Versiegelung oder einen Lack verwenden.
  • Bodengrund: Verwenden Sie einen geeigneten Bodengrund, der den Bedürfnissen Ihrer Tiere entspricht. Dies kann Sand, Erde oder ein spezielles Substrat sein.
  • Verstecke: Fügen Sie Verstecke hinzu, um den Tieren einen sicheren Ort zum Ausruhen und Verstecken zu bieten.
  • Kletteräste: Kletteräste sind für viele Reptilienarten wichtig, um sich zu bewegen und zu klettern.
  • Wasserbecken: Stellen Sie ein geeignetes Wasserbecken bereit, um den Tieren einen Platz zum Baden und Trinken zu bieten.
  • Beleuchtung: Je nach Art der gehaltenen Reptilien benötigen Sie möglicherweise spezielle Beleuchtung, um den Tieren die richtige UV-Strahlung zu bieten.

Für den Bau eines Glas- oder Kunststoffterrariums benötigen Sie folgende Materialien:

  • Glas- oder Kunststoffplatten: Verwenden Sie widerstandsfähige Glas- oder Kunststoffplatten, um das Gehäuse des Terrariums zu bilden.
  • Silikon: Verwenden Sie Silikon, um die Ecken des Terrariums abzudichten und um sicherzustellen, dass das Terrarium feuchtigkeitsbeständig ist.
  • Bodengrund: Verwenden Sie einen geeigneten Bodengrund, der den Bedürfnissen Ihrer Tiere entspricht. Dies kann Sand, Erde oder ein spezielles Substrat sein.
  • Verstecke: Fügen Sie Verstecke hinzu, um den Tieren einen sicheren Ort zum Ausruhen und Verstecken zu bieten.
  • Kletteräste: Kletteräste sind für viele Reptilienarten wichtig, um sich zu bewegen und zu klettern.
  • Wasserbecken: Stellen Sie ein geeignetes Wasserbecken bereit, um den Tieren einen Platz zum Baden und Trinken zu bieten.
  • Beleuchtung: Je nach Art der gehaltenen Reptilien benötigen Sie möglicherweise spezielle Beleuchtung, um den Tieren die richtige UV-Strahlung zu bieten.

Beachten Sie, dass dies nur eine allgemeine Materialliste ist und je nach den spezifischen Anforderungen Ihrer Tiere zusätzliche Materialien erforderlich sein können. Informieren Sie sich auch über die spezifischen Anforderungen Ihrer Tiere und planen Sie entsprechend.

Sicheres Silikon fürs Terrarium

Normales Sanitärsilikon aus dem Baumarkt gehört nicht ins Terrarium. Es enthält Fungizide gegen Schimmelbefall in Bad und Küche, die sich durch die Feuchtigkeit im Terrarium mit der Zeit herauslösen. Für Amphibien mit ihrer durchlässigen Haut können diese Fungizide zu schweren Vergiftungen führen, auch Reptilien nehmen beim Ablecken feuchter Scheiben Schaden.

Verwenden Sie stattdessen ausgewiesenes Aquarien- oder Terrariensilikon: 100 Prozent Silikon, lösungsmittel- und fungizidfrei, nach vollständiger Aushärtung ungiftig für Tiere. Solche Produkte sind im Zoofachhandel als "Aquariensilikon" oder "Terrariensilikon" gekennzeichnet und kosten kaum mehr als normales Silikon.

Konkrete Umsetzung

Nachdem Sie alle Materialien und Werkzeuge zur Hand haben, können Sie mit dem Bau des Terrariums beginnen. Hier sind einige Schritte, die Sie befolgen sollten:

  1. Planen Sie das Design des Terrariums und erstellen Sie eine Skizze. Berücksichtigen Sie die Größe und die Bedürfnisse Ihrer Tiere.
  2. Schneiden Sie die Holzbretter oder die Glas- oder Kunststoffplatten auf die gewünschte Größe zu. Bei Glasscheiben über 100 Zentimeter Breite lassen Sie den Zuschnitt direkt beim Glaser mit der passenden Stärke vornehmen.
  3. Bauen Sie den Rahmen des Terrariums zusammen und befestigen Sie ihn mit Holzleim und Schrauben.
  4. Wenn Sie ein Holzterrarium bauen, behandeln Sie das Holz mit Versiegelung oder Lack, um es vor Feuchtigkeit zu schützen. Lassen Sie es vollständig trocknen.
  5. Fügen Sie die Verstecke, Kletteräste und Wasserbecken hinzu.
  6. Platzieren Sie den Bodengrund und die Einrichtungsgegenstände im Terrarium.
  7. Installieren Sie die Beleuchtung und überprüfen Sie, ob sie ordnungsgemäß funktioniert.
  8. Schließen Sie das Terrarium sicher ab.

Es ist wichtig, bei jedem Schritt des Baus des Terrariums sorgfältig und genau zu arbeiten, um sicherzustellen, dass das Terrarium stabil und sicher ist. Achten Sie darauf, dass alle Gegenstände sicher befestigt sind und dass es keine scharfen Kanten oder Ecken gibt, an denen sich Ihre Tiere verletzen könnten.

Terrarium pflegen und warten

Nach dem Bau braucht das Terrarium regelmäßige Pflege, damit Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Hygiene stimmen:

  1. Täglich: Kot und Futterreste entfernen, Wasserschale reinigen und auffüllen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit am Thermo-/Hygrometer prüfen.
  2. Wöchentlich: Scheiben von innen von Kalk- und Feuchtigkeitsflecken reinigen, Einrichtungsgegenstände auf Schimmel kontrollieren.
  3. Alle paar Monate: Bodengrund vollständig austauschen, Silikonfugen auf Risse prüfen und bei Bedarf mit fungizidfreiem Terrariensilikon nachbessern.
  4. Jährlich: UV-Lampen austauschen. Die UVB-Leistung von Leuchtstoffröhren sinkt spürbar, bevor das sichtbare Licht merklich schwächer wird, ein Wechsel nach Herstellerangabe (meist 6 bis 12 Monate) ist deshalb unabhängig vom optischen Eindruck nötig.

Häufige Fragen zum Terrarienbau

Wie groß muss ein Terrarium mindestens sein?

Ein Terrarium muss mindestens die Maße erreichen, die das Gutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums als Vielfaches der Kopf-Rumpf-Länge der jeweiligen Art festlegt, für ein Bartagamen-Pärchen etwa das Fünffache der Körperlänge als Terrarienlänge. Diese Werte sind eine gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung, ein größeres Terrarium ist für das Tier immer besser.

Welches Silikon ist für ein Terrarium sicher?

Sicher für ein Terrarium ist ausgewiesenes Aquarien- oder Terrariensilikon, 100 Prozent Silikon ohne Lösungsmittel und Fungizide. Normales Sanitärsilikon aus dem Baumarkt enthält Fungizide, die sich durch Feuchtigkeit lösen und vor allem Amphibien vergiften können.

Welches Material eignet sich am besten für ein Terrarium: Glas, Holz oder Kunststoff?

Glas eignet sich am besten für Feuchtterrarien und leichte Reinigung, Holz für eine bessere Wärmedämmung bei geringerem Gewicht, PVC-Hartschaum für Feuchtterrarien ohne zusätzliche Versiegelung. Welches Material passt, hängt von der gehaltenen Art und ihren Ansprüchen an Feuchtigkeit und Temperatur ab.

Wie oft muss ein Terrarium gereinigt werden?

Ein Terrarium braucht tägliche Reinigung von Kot und Futterresten, wöchentliche Reinigung der Scheiben und einen vollständigen Bodengrundwechsel alle paar Monate. UV-Lampen sollten unabhängig vom optischen Eindruck alle 6 bis 12 Monate ausgetauscht werden, weil ihre UVB-Leistung schneller nachlässt als die sichtbare Helligkeit.

Quellen

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.