Östliche Indigonatter (Drymarchon couperi) wird 2,6 m lang

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Bild: Patrick K. Campbell / Shutterstock.com
Das Wichtigste in Kürze

Die Östliche Indigonatter (Drymarchon couperi) ist eine Schlangenart, die ausschließlich im Südosten der USA vorkommt. Mit einer Länge von bis zu 2,6 Metern ist sie die längste heimische Schlange Nordamerikas und bei Schlangenliebhabern entsprechend bekannt. Die Östliche Indigonatter gehört zur Familie der Nattern und ist ungiftig. Ihr Körper glänzt blauschwarz bis violett schimmernd, Kinn, Kehle...

Die Östliche Indigonatter (Drymarchon couperi) ist eine Schlangenart, die ausschließlich im Südosten der USA vorkommt. Mit einer Länge von bis zu 2,6 Metern ist sie die längste heimische Schlange Nordamerikas und bei Schlangenliebhabern entsprechend bekannt. Die Östliche Indigonatter gehört zur Familie der Nattern und ist ungiftig. Ihr Körper glänzt blauschwarz bis violett schimmernd, Kinn, Kehle und Wangen sind dagegen rotbraun bis beige gefärbt.

Besonders auffällig ist ihre Ernährung: Die Östliche Indigonatter jagt aktiv am Tag und erbeutet neben Nagetieren, Fröschen und Eiern auch andere Schlangen, darunter giftige Klapperschlangen, gegen deren Gift sie weitgehend resistent ist. Im Winter zieht sie sich bevorzugt in die verlassenen Erdbaue der Gopherschildkröte zurück, weshalb der Rückgang dieser Schildkröte auch der Indigonatter schadet.

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Fakten zur Östlichen Indigonatter

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Klasse: Reptilien
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Ordnung: Schuppenkriechtiere
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Familie Nattern (Colubridae)
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Gattung: Drymarchon
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Art: Drymarchon couperi, bis in die frühen 1990er als Unterart von Drymarchon corais geführt
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Verbreitung: Südosten der USA, heute vor allem Florida sowie der Süden von Georgia und Alabama
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Lebensraum: Trockene Kiefernwälder, Sandhügel-Lebensräume und Flussniederungen; im Winter Baue der Gopherschildkröte
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Körpergröße: Bis zu 2,6 m, Männchen im Schnitt 1,58 m, Weibchen 1,38 m
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Gewicht Bis zu 3 kg
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Soziales Verhalten Einzelgängerisch
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Fortpflanzung: Paarung im Frühjahr, Eiablage im Sommer, Gelegegröße 10 bis 14 Eier
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Schutzstatus: USA seit 3. März 1978 als gefährdet geschützt; IUCN nicht gefährdet (Einstufung 2007); kein CITES-Schutz

Äußerliche Merkmale der Östlichen Indigonatter

Die Östliche Indigonatter ist eine Natter mit einer markanten Erscheinung. Ihr Körper glänzt durchgehend blauschwarz bis violett schimmernd und wirkt bei Lichteinfall fast metallisch. Kinn, Kehle und Wangen sind dagegen rotbraun bis beige gefärbt, ein deutlicher Farbkontrast zum dunklen Rumpf. Mit bis zu 2,6 Metern Länge ist sie die längste heimische Schlange Nordamerikas; Männchen erreichen im Schnitt 1,58 Meter, Weibchen bleiben mit durchschnittlich 1,38 Metern etwas kürzer. Junge Tiere sind heller gezeichnet und dunkeln mit dem Alter nach.

Wie lang wird die Östliche Indigonatter, und wie ist sie geschützt?

Die Östliche Indigonatter wird bis zu 2,6 Meter lang und ist damit die längste heimische Schlange der USA. Seit dem 3. März 1978 steht sie dort unter Bundesschutz als gefährdet, international gilt sie dagegen nicht als bedroht.

MerkmalWertQuelle
Maximallängebis 2,6 m, einzelne Berichte bis 2,8 mU.S. Fish and Wildlife Service / Wikipedia
Durchschnitt Männchen1,58 mWikipedia: Eastern indigo snake
Durchschnitt Weibchen1,38 mWikipedia: Eastern indigo snake
US-SchutzstatusGefährdet (Threatened) seit 3. März 1978U.S. Fish and Wildlife Service
IUCN-StatusNicht gefährdet (Least Concern), Einstufung 2007Wikipedia: Eastern indigo snake
CITES-StatusKein Schutz durch das Washingtoner ArtenschutzabkommenU.S. Fish and Wildlife Service

Der Endangered Species Act ist das zentrale US-Bundesgesetz zum Schutz gefährdeter Arten. Die Einstufung als gefährdet, im Original Threatened, bedeutet: Ohne weiteren Schutz wäre der Bestand langfristig gefährdet. Weil die Östliche Indigonatter nicht im Washingtoner Artenschutzabkommen CITES gelistet ist, regelt nicht der internationale Handel ihren Schutz, sondern US-Bundesrecht. Fang und Besitz wildlebender Tiere sind dort genehmigungspflichtig.

Für die Haltung in Deutschland bedeutet das: Tiere aus den USA benötigen eine Ausfuhrgenehmigung der US-Behörden, unabhängig vom deutschen Artenschutzrecht. Wegen der Größe und der speziellen Ansprüche eignet sich die Haltung ohnehin nur für erfahrene Halterinnen und Halter.

Lebensraum und Herkunft

Die Östliche Indigonatter ist in Nordamerika beheimatet. Ihr heutiges Verbreitungsgebiet liegt vor allem in Florida sowie im Süden von Georgia und Alabama; historisch reichte es bis nach South Carolina und Mississippi. Dort bewohnt sie trockene Kiefernwälder, Sandhügel-Lebensräume mit Scrub-Eichen und Flussniederungen. Im Winter zieht sie sich in die verlassenen Baue der Gopherschildkröte zurück, weshalb der Schutz dieser Schildkröte auch der Östlichen Indigonatter zugutekommt. Lebensraumverlust und die Umwandlung von Kiefernwäldern in andere Nutzung sind die Hauptgründe für den Bestandsrückgang, der 1978 zur Einstufung als gefährdet führte.

Was unterscheidet die Östliche Indigonatter von Drymarchon corais?

Drymarchon corais bezeichnet heute ausschließlich die in Mittel- und Südamerika verbreitete Schwesterart, nicht die Östliche Indigonatter. Bis in die frühen 1990er-Jahre galt die Östliche Indigonatter als deren nordamerikanische Unterart unter dem Namen Drymarchon corais couperi. Seit Fachgesellschaften sie als eigenständige Art einstuften, heißt sie Drymarchon couperi.

Wer nach Drymarchon corais sucht und dabei auf dieser Art landet, sucht meist die Östliche Indigonatter. Beide Namen standen bis in die 1990er-Jahre für dasselbe Tier, seither bezeichnen sie zwei getrennte Arten.

Sozialverhalten Östliche Indigonatter

Östliche Indigonattern sind Einzelgänger und verbringen den größten Teil des Tages alleine auf der Suche nach Beute. Bei Gefahr können sie aggressiv und territorial werden und verteidigen ihr Territorium gegenüber Artgenossen. Während der Paarungszeit kann es jedoch zu kurzen Interaktionen zwischen Männchen und Weibchen kommen. Die Kommunikation erfolgt hauptsächlich durch Körperhaltung, Bewegungen und Geräusche wie Zischen oder Schnattern. Insgesamt ist das Sozialverhalten der Östlichen Indigonatter sehr rudimentär und beschränkt sich hauptsächlich auf die Notwendigkeiten der Fortpflanzung und Territorialität.

Fortpflanzung und Brutpflege

Östliche Indigonattern paaren sich im Frühjahr und legen ihre Eier im späten Frühling oder Sommer ab. Weibchen bauen keine Nester, sondern legen ihre Eier in Baumhöhlen oder unter Wurzeln von Bäumen ab. Die Gelegegröße beträgt normalerweise 10 bis 14 Eier, obwohl größere Gelege bekannt sind. Die Eier benötigen etwa 70 bis 80 Tage, um zu schlüpfen, und die Jungtiere sind bei der Geburt etwa 30 bis 40 cm lang. Die Bruttemperatur beeinflusst das Geschlecht der Nachkommen: Eier, die bei höheren Temperaturen ausgebrütet werden, haben höhere Chancen, weiblich zu sein, während Eier, die bei niedrigeren Temperaturen ausgebrütet werden, eher männlich sind.

Östliche Indigonattern beteiligen sich nicht an der Aufzucht ihrer Nachkommen und verlassen das Gelege unmittelbar nach der Eiablage. Die Jungtiere sind in der Regel Einzelgänger und müssen sofort nach dem Schlüpfen lernen, alleine zu überleben. Die Eltern haben keine weitere Beziehung zu ihren Nachkommen.

Haltung von Östlichen Indigonattern und Eignung für die Terraristik

Die Haltung von Östliche Indigonattern in Terrarien erfordert besondere Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Schlangen. Da diese Art relativ groß wird, benötigt sie ein geräumiges Terrarium mit einer Mindestgröße von 3 x 1,5 x 1,5 Metern. Das Terrarium sollte über eine ausreichende Belüftung und eine gute Wärmeisolierung verfügen. Ein Bodengrund aus Sand oder einem Sand-Lehm-Gemisch eignet sich gut für diese Art. Versteckmöglichkeiten wie Äste oder Korkröhren sind ebenfalls notwendig.

Östliche Indigonattern benötigen eine konstante Temperatur von etwa 28-30°C im Terrarium. Eine Wärmelampe und eine UV-Beleuchtung sind daher unbedingt erforderlich. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40% und 60% liegen. Die Ernährung dieser Schlangen sollte aus lebenden Beutetieren wie Mäusen oder Ratten bestehen, die in regelmäßigen Abständen angeboten werden sollten.

Da Östliche Indigonattern bei Störung aggressiv reagieren können, ist es wichtig, sie nicht zu häufig zu stören und eine geeignete Sicherheitsausrüstung wie Handschuhe zu verwenden, wenn man sie handhaben muss. In den USA ist der Fang und Besitz wildlebender Exemplare wegen des Schutzstatus genehmigungspflichtig, eine CITES-Beschränkung für die Einfuhr nach Deutschland besteht dagegen nicht. Wer sich für eine Haltung interessiert, sollte auf eine nachgewiesene Nachzucht aus Zoos oder spezialisierten Züchtern achten, statt wildgefangene Tiere zu erwerben.

Häufige Fragen zur Östlichen Indigonatter

Ist die Östliche Indigonatter giftig?

Die Östliche Indigonatter ist nicht giftig. Sie gehört zur Familie der Nattern und tötet ihre Beute, indem sie sie gegen Höhlenwände oder den Boden presst, statt sie mit Gift zu lähmen.

Warum heißt die Östliche Indigonatter manchmal Drymarchon corais?

Die Östliche Indigonatter trug bis in die frühen 1990er-Jahre den wissenschaftlichen Namen Drymarchon corais couperi, als Unterart von Drymarchon corais. Seit Fachgesellschaften sie als eigenständige Art einstuften, heißt sie Drymarchon couperi, während Drymarchon corais nur noch die mittel- und südamerikanische Schwesterart bezeichnet.

Wie lang und schwer wird eine Östliche Indigonatter?

Eine Östliche Indigonatter wird bis zu 2,6 Meter lang und bis zu 3 Kilogramm schwer. Männchen erreichen im Schnitt 1,58 Meter, Weibchen bleiben mit durchschnittlich 1,38 Metern etwas kürzer.

Frisst die Östliche Indigonatter andere Schlangen?

Ja, die Östliche Indigonatter frisst auch andere Schlangen, darunter giftige Klapperschlangen. Gegen deren Gift ist sie weitgehend resistent, zusätzlich ernährt sie sich von Nagetieren, Fröschen, Vögeln und Eiern.

Darf man eine Östliche Indigonatter als Haustier halten?

Eine Östliche Indigonatter darf grundsätzlich gehalten werden, allerdings nur mit Genehmigung und am besten von erfahrenen Halterinnen und Haltern. In den USA dürfen wildlebende Tiere wegen des Schutzstatus nicht ohne Genehmigung gefangen werden, deshalb stammen Tiere im Handel von Nachzuchten.

Quellen

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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