Aspisviper (Vipera aspis) gilt seit 2022 als gefährdet

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Das Wichtigste in Kürze

Die Aspisviper (Vipera aspis), auch Europäische Aspisviper genannt, ist eine giftige Schlangenart aus der Familie der Vipern (Viperidae). Die Weltnaturschutzunion IUCN stufte sie 2022 neu ein, von nicht gefährdet zu gefährdet (Vulnerable), weil der Bestand über drei Generationen um mehr als 30 Prozent sank. In Deutschland lebt die Aspisviper nur im südlichen Schwarzwald und gilt dort als vom...

Die Aspisviper (Vipera aspis), auch Europäische Aspisviper genannt, ist eine giftige Schlangenart aus der Familie der Vipern (Viperidae). Die Weltnaturschutzunion IUCN stufte sie 2022 neu ein, von nicht gefährdet zu gefährdet (Vulnerable), weil der Bestand über drei Generationen um mehr als 30 Prozent sank. In Deutschland lebt die Aspisviper nur im südlichen Schwarzwald und gilt dort als vom Aussterben bedroht. Sonst reicht ihr Verbreitungsgebiet von Frankreich und Andorra über Spanien und die Schweiz bis nach Italien und ins nordwestliche Slowenien.

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Fakten der Aspisviper

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Klasse Reptilia
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Ordnung Squamata
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Familie Viperidae
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Gattung Vipera
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Art Vipera aspis
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Verbreitung Frankreich, Andorra, Nordostspanien, Schweiz, Italien, Nordwestslowenien und der südliche Schwarzwald in Deutschland
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Lebensraum Bevorzugt warme, sonnenexponierte Gebiete mit strukturierter Vegetation und trockenen Böden, wie hügelige und gebirgige Regionen, Waldränder und Steinbrüche
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Maße Männchen bis 85 cm, Weibchen selten über 75 cm
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Fortpflanzung Ovovivipar, 5 bis 20 lebende Jungtiere je Wurf
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Gefährdung Weltweit gefährdet (IUCN: Vulnerable, seit 2022), in Deutschland vom Aussterben bedroht

Aussehen und äußerliche Merkmale

Die Aspisviper ist eine mittelgroße Schlange mit kräftigem Körper. Männchen erreichen bis zu 85 Zentimeter Länge, Weibchen bleiben meist unter 75 Zentimetern. Der Kopf ist dreieckig und deutlich vom Körper abgesetzt, mit einer leicht aufgestülpten Stupsnase. Die Färbung variiert stark und reicht von hellgrau über braun bis rostrot, oft mit einem dunklen Zickzack- oder Wellenband auf dem Rücken. Die Augen haben eine senkrecht geschlitzte Pupille, typisch für Vipern.

Lebensraum von Aspisvipern

Die Aspisviper bewohnt eine Vielzahl von Lebensräumen, darunter trockene, felsige Hänge, Waldränder und offene Wiesen. Sie ist häufig in Mittelgebirgen und den Alpen anzutreffen, wo sie in Höhenlagen bis zu 2500 Metern vorkommen kann. Diese Schlangen bevorzugen Gebiete mit viel Sonneneinstrahlung und ausreichender Vegetation, die Schutz und Jagdmöglichkeiten bietet.

In Deutschland beschränkt sich das Vorkommen auf den südlichen Schwarzwald, das einzige deutsche Verbreitungsgebiet der Art. Neben der Kreuzotter (Vipera berus) ist die Aspisviper damit die zweite Giftschlangenart, die in Deutschland heimisch vorkommt, allerdings mit einer deutlich kleineren und stärker gefährdeten Population.

Verhalten von Aspisvipern

Aspisvipern sind tagsüber aktiv und verbringen viel Zeit damit, sich in der Sonne zu wärmen. Sie sind Lauerjäger und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren, Vögeln und Eidechsen. Bei Gefahr ziehen sie sich zurück, können aber auch bei Bedrohung zubeißen. Ihr Biss ist schmerzhaft und kann für den Menschen gefährlich sein, jedoch selten tödlich.

Fortpflanzung und Paarung

Die Paarung erfolgt im Frühjahr, und die Weibchen gebären im Spätsommer lebende Junge. Ein Wurf kann zwischen 5 und 20 Jungtiere umfassen, die bei der Geburt voll entwickelt sind und sofort selbstständig leben müssen.

Schutzstatus und Bedrohungen

Die Aspisviper gilt seit einer Neubewertung der Weltnaturschutzunion IUCN im Jahr 2022 nicht mehr als ungefährdet, sondern als gefährdet (Vulnerable). Ausschlaggebend war ein Rückgang des Bestands um wahrscheinlich mehr als 30 Prozent innerhalb von drei Generationen, also etwa 24 Jahren. Die Einstufung unterscheidet sich zusätzlich nach Unterart: Die Schweizer Population der Nominatform Vipera aspis aspis gilt als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered), die Unterart Vipera aspis atra als gefährdet (Vulnerable) und Vipera aspis francisciredi als stark gefährdet (Endangered).

In Deutschland steht die Aspisviper zusätzlich auf der Roten Liste als vom Aussterben bedrohte Art. Wild lebende Tiere dürfen weder gefangen noch der Natur entnommen werden, und ihr einziges deutsches Vorkommen im südlichen Schwarzwald braucht deshalb besonderen Schutz vor Lebensraumverlust und illegalem Fang.

Haltung und Eignung für die Terraristik

Als einheimische Giftschlange unterliegt die Haltung der Aspisviper in Deutschland den Gefahrtierverordnungen der einzelnen Bundesländer, die sich in ihren Anforderungen unterscheiden. Wer eine Aspisviper halten will, braucht in der Regel eine behördliche Erlaubnis und einen Nachweis der nötigen Sachkunde; die genauen Vorgaben legt jedes Bundesland in seiner eigenen Verordnung fest. Nachzuchten aus dem Terrarienhandel gelten als unproblematisch in der Beschaffung, weil sie nicht der Natur entnommen wurden. Wild lebende Aspisvipern dagegen stehen unter strengem Naturschutz, ihr Fang für private Terrarien ist verboten und schadet der ohnehin kleinen deutschen Population zusätzlich. Wegen des Gifts und der besonderen Anforderungen an Sicherheit und Sachkunde ist die Art nichts für Terrarien-Einsteiger.

Quellen

Asp Viper (Vipera aspis), Species Profile
Vipera aspis, Biological Journal of the Linnean Society
Aspisviper, Wikipedia
Aspisviper (Vipera aspis), Informationen und Wissenswertes
The Viper, Animals of the Dolomites
Vipera aspis, Fact Sheet, info fauna CSCF
Vipera aspis, Wikipedia (englisch), IUCN-Neubewertung 2022, abgerufen am 18. September 2026
Die Aspisviper (Vipera aspis), Schlangen in Deutschland, abgerufen am 18. September 2026

Häufig gestellte Fragen zur Aspisviper

Ist die Aspisviper gefährlich für Menschen?

Der Biss einer Aspisviper ist für Menschen schmerzhaft und kann gefährlich werden, führt aber nur selten zum Tod. Bei Gefahr zieht sich die Schlange meist zurück und beißt erst bei direkter Bedrohung zu.

Wo kommt die Aspisviper in Deutschland vor?

Die Aspisviper kommt in Deutschland nur im südlichen Schwarzwald vor, ihrem einzigen deutschen Vorkommen. Dort steht sie auf der Roten Liste als vom Aussterben bedrohte Art unter besonderem Schutz.

Wie groß wird eine Aspisviper?

Eine ausgewachsene Aspisviper wird bei Männchen bis zu 85 Zentimeter lang, Weibchen bleiben meist unter 75 Zentimetern. Damit zählt sie zu den mittelgroßen Vipern Europas.

Ist die Aspisviper vom Aussterben bedroht?

Weltweit gilt die Aspisviper seit der IUCN-Neubewertung 2022 als gefährdet (Vulnerable), nicht mehr als ungefährdet. In Deutschland ist ihre kleine Population im südlichen Schwarzwald zusätzlich nach der Roten Liste als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Darf man eine Aspisviper als Haustier halten?

Eine Aspisviper als Haustier zu halten ist erlaubt, aber genehmigungspflichtig: Nötig sind eine behördliche Erlaubnis und ein Sachkundenachweis nach der Gefahrtierverordnung des jeweiligen Bundeslands. Erlaubt sind dabei nur Nachzuchten aus dem Handel, keine wild gefangenen Tiere.

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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